CSC 03 findet auf eigenem Platz gegen Verbandsliga-Spitzenreiter Sand keine Mittel

0:1 – Rothosen ohne Zugriff

Turbulent: Die 03er Gianliuca Maresca (in Weiß, von links), Tim Metzner, Alexander Bartuli, Florian Steinhauer und Lars Frerking versuchen den Angriff der Sander Steffen Bräutigam (von links), Robert Garwardt und Steffen Klitsch abzuwehren. Foto: Fischer

Kassel. Ein richtiges Fußballspiel war auf dem kaum bespielbaren Rasen der Jahnkampfbahn nicht möglich. Und so entwickelte sich die Verbandsliga-Partie zwischen dem CSC 03 Kassel und dem SSV Sand zu einer unansehnlichen Angelegenheit, die der Spitzenreiter aus Bad Emstal verdient mit 1:0 (1:0) für sich entschied.

„Unser Spiel war sehr zerfahren. Wir haben zu wenig Ruhe in unsere Ballaktionen bekommen“, fasste Lothar Alexi später zusammen. Dem Trainer der Rothosen hatte zudem nicht behagt, dass seine Elf ihr Glück oft mit langen Bällen versuchte, „obwohl sie 90 Prozent aller Kopfballduelle verlor“. Daneben vernachlässigten die 03er den Weg über die Außenbahnen. Dort kam Karim Kouay auf links überhaupt nicht zur Geltung, David Simoneit auf rechts nur gelegentlich nach dem Wechsel.

Erst in der zweiten Halbzeit ließ der CSC 03 andeutungsweise erkennen, zu was er fähig ist. Doch insgesamt war dies viel zu wenig, um den Tabellenführer zu beeindrucken. Den ersten Schuss der Rothosen auf das Sander Tor gab Christian Käthner in der 54. Minute ab. Wenn sie überhaupt einmal im gegnerischen Sechzehner auftauchten, entsprang dies meist dem Zufall oder den Unwägbarkeiten des Platzes.

Vom Anpfiff weg bekamen die 03er keinen Zugriff auf Gegner und Spiel, hatten mit der schnörkel- und kompromisslosen Art der Gäste viele Probleme. Zudem waren die Sander das schnellere, entschlossenere Team und in nahezu allen Situationen hellwach. Schon in der 10. Minute hätten sie in Führung gehen können. Doch Tobias Oliev, aus der eigenen Hälfte von Steffen Bernhardt geschickt, fand in CSC-Schlussmann Alexander Bartuli seinen Meister. Knapp zehn Minuten darauf war es soweit. Nach einer Ecke herrschte in der Deckung der Gastgeber Unordnung, und Christian Guthof nutzte diese zum 1:0 (19.).

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Platzherren zwar stärker, beschworen aber selten Gefahr vor dem Tor der Gäste herauf. Auch nicht, als sie Innenverteidiger Lars Frerking in die Spitze beorderten und in der Abwehr auf Dreierkette umstellten.

„Das war ein dreckiger Sieg, der uns aber weiterbringt“, freute sich Sands Trainer Peter Wefringhaus.

Von Wolfgang Bauscher

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