Nach 3:4-Pleite des TSV gegen CSC 03

Das Drama von Rothwesten: Nach fünf Jahren runter in die Gruppenliga

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Am Boden: Kevin Seeger und der TSV Rothwesten sind in die Gruppenliga abgestiegen. Doch der Verein arbeitet bereits am Neuanfang.

Fuldatal. Am Ende einer über weite Strecken ruhigen und soliden Spielzeit in der Fußball-Verbandsliga kam der Schock. Nach einer 3:4-Heimpleite gegen den CSC 03 Kassel am letzten Spieltag muss der TSV Rothwesten in die Gruppenliga absteigen.

Wir versuchen, die Umstände des Desasters aufzuarbeiten.

Die Ausgangsposition: Mit Taylan Bilecen machten die Fuldataler nach dem Rückzug von Gerhard Siewert zu Saisonbeginn den Co-Trainer der vergangenen Spielzeit zum Cheftrainer. Der erfahrenen Stürmer Andreas Geisler übernahm die Aufgaben als Trainer der zweiten Mannschaft. Auch aufseiten der Spieler gab es kaum wesentliche Veränderungen im Kader. Es schien, als hätte der Klub seine Hausaufgaben gemacht.

Der Saisonverlauf: Und da machte der TSV zu Saisonbeginn ordentlich von sich reden. Nach den ersten sechs Spieltagen hatte er keine Niederlage zu verzeichnen, stand dreimal auf Platz eins, einmal auf Rang zwei, und zweimal war man dritter. Im Laufe der Hinrunde ging den Fuldatalern allerdings mit Eltioni Pietri ein Leistungsträger verloren. Pietri wurde zum Wehrdienst nach Griechenland abgerufen. Im Winter verließ der bis dahin beste Torschütze Omar Bayoud den Klub. Alles kein Problem, schließlich wurde mit Berat und Dardan Miftari Ersatz gefunden. Auch nach der Pause war man schnell wieder im Geschehen. Nichts deutete auf das bittere Ende hin. Vor allem auch deshalb, weil mit Siegen bei Meister Hünfeld und beim CSC 03 unerwartete Erfolge gefeiert wurden. Dann aber ereilte den TSV eine Flut von Ausfällen, sei es verletzungsbedingt, aus persönlichen oder beruflichen Gründen. Auch dies schien zunächst kein Problem, schließlich fehlte ja nur noch ein Punkt, um mit 40 Zählern sicher die Liga zu halten.

Die Analyse: „Trainer Taylan Bilecen hat trotz des Abstiegs unser Vertrauen und bekommt die Chance, mit der Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen“, sagte Vorsitzender Gerhard Siewert nach dem ersten Krisengespräch am Sonntag.

Von Bilecen selbst kamen die gleichen Signale: „Ich übernehme natürlich die Verantwortung. Wenn der Verein will, stehe ich auch weiterhin zur Verfügung.“

Der Zukunftsplan: Wie Siewert weiterhin mitteilte, wird der Coach in der kommenden Spielzeit von Pavo Susilovic als Co-Trainer und Siewert selbst als Torwarttrainer unterstützt. Geisler führt weiterhin die Zweite. Max Annemüller, Maximilian Igel (beide Vellmar) und Kristian Noja (Lohfelden) werden den Verein verlassen. Was die Abgänge angeht, müssen zwei weitere Personalien entschieden werden. Mit potenziellen Neuzugängen befindet man sich in Gesprächen.

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