Fußball-Verbandsligist bleibt nach 2:1-Heimsieg über Dörnberg ungeschlagen

Rothwesten spät belohnt

Langes Bein: Eltioni Pietri vom TSV (rechts) klärt gegen den ehemaligen Rothwestener Serhat Bingül. Foto: Fischer

Rothwesten. Der Fußballgott hatte doch noch ein Einsehen. Als es so schien, als könnten die Verbandsliga-Fußballer des TSV Rothwesten im Heimspiel gegen den FSV Dörnberg ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen und müssten sich mit einem 1:1 begnügen, schlugen sie doch noch zu.

Der eingewechselte Nico Eckhardt wurde im Strafraum gefoult, und Omar Bayoud verwandelte den Strafstoß zum hochverdienten 2:1 (1:1)-Endstand (84.).

Der Aufsteiger aus Dörnberg mit dem kürzlich verpflichteten Ex-Rothwestener Serhat Bingül kassierte damit seine erste Saisonniederlage, der TSV bleibt ungeschlagen. Die für ihren Sieg hart arbeitenden Gastgeber mussten nach dem erlösenden Treffer noch lange bangen. Schiedsrichterin Katrin Rafalski ließ fünf Minuten nachspielen, und der FSV warf alles nach vorn. Mit Mühe brachte Rothwesten den Sieg über die Zeit.

Noch in der letzten Szene verhinderte der zuvor auf der Linie kaum beschäftigte Schlussmann Christoph Herbst mit einer feinen Parade den Ausgleich. Mit Maximilian Igel hatte einer seiner Innenverteidiger kurz zuvor wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen.

Alle Sorgen um die drei Punkte hätten sich die Fuldataler ersparen können. Fast über die gesamte Dauer waren sie die bessere Mannschaft. Während Dörnberg auf lange und weite Bälle, vornehmlich auf ihren stets gefährlichen und überall zu findenden Torjäger Pascal Kemper setzte, überzeugte Rothwesten mit spielerischen Mitteln und flotten Kombinationen. Was fehlte, waren nur die Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit beim Abschluss.

Die gut gestarten Platzherren ließen sich auch nicht von einem Rückschlag beeindrucken. Verteidiger Dennis Alsfeld foulte Kemper im Sechzehner, und Dominik Richter brachte Dörnberg vom Punkt mit 1:0 in Führung (17.). Wenig später kam der TSV bereits zum Ausgleich. Kevin Seeger schickte Igor Losic, der legte quer in die Mitte und Eltioni Pietri schob den Ball zum 1:1 ins Tor (29.).

Auch nach dem Wechsel hielt die Intensität der Partie an. Beide Mannschaften schenkten sich vor stimmungsvoller Derbykulisse mit 300 Zuschauern nichts. Obwohl Rafalski elf Gelbe Karten zog, blieb alles im Rahmen.

„Wäre es beim 1:1 geblieben, hätten wir zwei Punkte verloren. Aber ich habe an meine Mannschaft geglaubt. Sie hat kaum etwas zugelassen, und irgendwann wird man halt für seine harte Arbeit belohnt“, kommentierte TSV-Trainer Taylan Bilecen.

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