Verbandsliga: 1. FC Schwalmstadt schlägt sich beim 1:2 im Verfolgerduell selbst

Viel Spaß für Rothwesten

Lang gemacht: Schwalmstadts Steven Preuß (rechts) versucht hier Rothwestens Okan Guel vom Ball zu trennen. Die unnötige Niederlage konnte auch der FCS-Kapitän nicht verhindern. Foto: Hahn

Treysa. Viktor Schan hatte gut lachen: „Hey Coach, sag, dass wir im Juni Zeit haben und Relegation spielen könnten.“ Adressat war Patrick Klein, der als Trainer mit dem TSV Rothwesten mit 2:1 (1:0) beim 1. FC Schwalmstadt gewann und nach dem Coup sowie der Niederlage der SG Bad Soden in Eschwege nun im Rennen um den zweiten Platz mitmischt.

Die verbale Vorlage nahm Klein lächelnd zur Kenntnis und relativierte: „Wir wollen so lange wie möglich oben bleiben. Schwalmstadt war die stärkste Mannschaft, die wir bislang gegen uns hatten.“ Oder anders formuliert: Er wusste, wie schmeichelhaft dieser Erfolg zu Stand kam.

„Ich bin enttäuscht. Nicht wegen der Leistung, sondern weil wir uns für den läuferischen Aufwand nicht belohnt haben“, haderte FCS-Trainer Hans Schweigert. Und ärgerte sich über zwei Gegentore, die so nötig waren wie eine Tütensuppe im Gourmet-Restaurant. Den ersten Patzer leistete sich Sacir Nikocevic, der eine harmlose Flanke von Andreas Geisler passieren ließ. Igor Losic sagte artig Danke und brachte die Gäste vor erneut nur 80 Zuschauern in Treysa mit 1:0 in Führung.

„Aus einer halben Chance machen die zwei Tore. Und wir waren nicht konsequent genug“

Hans Schweigert

Kollektiv einen Aussetzer hatte die Abwehr beim zweiten Gegentreffer. Der gelang Nikolaj Eckhardt nach einer Ecke von Maximilian Werner und Kopfballablage von Kevin Seeger, weil er blank am Fünfmeterraum zum 2:1 einschieben konnte (79.).

„Aus einer halben Chance machen die zwei Tore. Und wir waren nicht konsequent genug“, haderte Schweigert und trauerte mehreren Möglichkeiten hinterher. Die beste hatte Sefa Cetinkaya auf dem Kopf. Dessen Versuch nach einer Maßflanke von Jan Henrik Wolf machte Christoph Herbst zunichte (23.). Eine Slapstick-Einlage hätte den FCS beinahe ins Spiel zurück gebracht. Wolfs Hereingabe verunglückte, landete am langen Pfosten, ehe der starke Herbst reaktionsschnell ein Eigentor verhindern konnte (43.).

Nach der Pause wurden günstige Gelegenheiten selten. „Die Umstellung auf 4:4:1:1 hat uns gut getan. Wir hatten besseren Zugriff“, lobte Patrick Klein. Nur einmal passte es nicht in Rothwestens Defensive. Ecke Wolf, Steven Preuß verlängerte und Ricardo Seck drückte das Leder zum 1:1 über die Linie (72.). Viel Freude hatten die Schwälmer daran bekanntlich nicht. Weil Joker Eckhardt stach, was bei Viktor Schan den Flachs blühen ließ. • FCS: Nikocevic - R. Seck, Lerch, F. Seck, Kutzner - Liebermann (84. Omerovic), Preuß, Lutz (71. Hakaj) - Wolf, Lindenthal, Cetinkaya. TSV: Herbst - Dziabas, Seeger, Trabner, Reuter - Werner, Schan, Müller, Gül (66. Ekchardt), Losic (70. George)- Geisler (85. Siewert). SR: Kristek (Büdingen). Z: 80. Tore: 0:1 Losic (8.), 1:1 R. Seck (72.), 1:2 Eckhardt (79.).

Von Sebastian Schmidt

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