Rudolph: „Wir sind derzeit erst bei 80 Prozent“

Noch skeptisch: Schwalmstadts Trainer Harald Hauer kann mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein. Foto: Hahn

Schwalm-Eder. Vor dem heimischen Gipfeltreffen am morgigen Mittwoch in der Fußball-Verbandsliga zwischen dem 1. FC Schwalmstadt und Melsunger FV (18.45 Uhr) haben wir mit den beiden Trainern Harald Hauer (FCS) und Timo Rudolph (MFV) über die Derbybrisanz, den Stotterstart und das Saisonziel gesprochen.

Welche Bedeutung hat für Sie das Schwalm-Eder-Derby in der Verbandsliga? Ist es ein besonderes Spiel, das Spieler und Trainer besonders motiviert?

Harald Hauer: Für uns zählt es, in die Spur zu kommen. Derby hin oder her.

Timo Rudolph: Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere. Große Brisanz sehe ich in dem Derby nicht. Ein paar Spieler sind auch befreundet. Tobias Frommann und Mario Kilian waren zum Beispiel auf der Hochzeit von Ricardo Seck.

Wer ist der Favorit?

Hauer: Das ist Melsungen. Sie sind eingespielter.

Rudolph: Von der Tabelle her sind wir Favorit. Vom Leistungsvermögen aber schon eher Schwalmstadt.

Durchwachsen verlief der Saisonstart für Ihre Mannschaft. Was sind die Gründe dafür?

Hauer: Wir können unser Potenzial noch nicht über 90 Minuten abrufen. Die Konstanz fehlt einfach noch. Es ist auch eine Kopfsache. Dazu sind viele Vereine gegen uns besonders motiviert.

Rudolph: Das ist schwer zu erklären. Insgesamt verteidigen wir nicht konsequent genug. Damit meine ich aber nicht unsere Viererkette. Das Arbeiten gegen den Ball fängt bei den Stürmern an. Wir verpassen noch zu oft den richtigen Moment, ins Pressing zu gehen. Im Spiel nach vorne fehlen uns zudem manchmal die Ideen.

Also haben beide Teams noch Luft nach oben. Wo soll denn die Reise hingehen?

Steht mit seinem Team in der Tabelle vor Schwalmstadt: Melsungens Coach Timo Rudolph. Foto: Hahn

Hauer: Das möchte ich nicht an einem Tabellenplatz festmachen. Wir müssen einfach mehr Willensstärke zeigen.

Rudolph: Wir sind derzeit bei 80 Prozent. Ich möchte auch gar nicht so langfristig planen. Wichtig ist erstmal, sich schnell ein Polster auf die Abstiegsränge zu erarbeiten. Denn die Liga ist deutlich stärker. Komplett chancenlose Teams wie in der vergangenen Serie etwa Schauenburg und Baunatal II sehe ich diesmal nicht.

Offensiv haben Ihre beiden Team einiges zu bieten, wohl mehr als in der letzten Saison. Wird das Derby zum offenen Schlagabtausch oder ist Vorsicht Trumpf?

Hauer: Möglicherweise fallen viele Tore, was schön für die Zuschauer wäre. Im Heimspiel werden wir auf jeden Fall offensiver agieren.

Rudolph: Das will ich nicht hoffen. Ich will endlich mal zu null spielen. Mir wäre ein 0:0 allemal lieber als ein 4:4.

Welchen Spieler vom Kontrahenten hätten Sie gerne bei sich in der Mannschaft?

Hauer: Mario Kilian. Einen Mann mit seiner Erfahrung kann jeder gebrauchen.

Rudolph: Steven Preuß. Er ist ein Glücksfall für den FCS und ein überragender Aufbauspieler. Seine Präsenz im Zentrum müssen wir am Mittwoch stoppen.

Ihr Tipp für das Derby am Mittwoch?

Hauer: 2:1 für uns.

Rudolph: Diesmal steht die Null. 0:0.

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