Verbandsliga: Melsunger FV personell arg gebeutelt gegen Spitzenreiter Steinbach – Gegner spielt heute noch

Rudolph: „Wir sind in der Pflicht“

Greift wieder an: Melsungens Kevin Hermansa (rechts), hier gegen Schauenburgs Hendrik Bestmann am Ball und nach sechs Wochen Pause seit Mittwoch wieder beim MFV im Training. Foto: Hahn/nh

Melsungen. Da muss Timo Rudolph erst einmal rechnen - und kommt auf ein Unentschieden. Gemeint ist die Frage, ob der Trainer des Melsunger FV für das Spiel der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Steinbach mehr fitte Akteure oder Ausfälle hat (So. 15 Uhr).

„Erst einmal stabil stehen“ heißt daher die Marschroute für Rudolph und Kollege Sascha Beetz. Mitwirken im Vergleich zum 1:3 in Bad Soden können wohl Tobias Frommann, Rudolph und eventuell sogar Kevin Hermansa, der am Mittwoch erstmals wieder nach sechs Wochen im Training war. Zudem dürften aus dem Kreisoberliga-Team Ricardo Mendes, der beim 1:3 seinen Einstand gab, der für die Erste reaktivierte Max Germeroth oder Christian Riemenschneider das Aufgebot erweitern.

Acht Spiele im April

Nicht dabei sein können für zwei Wochen Alexander Raabe, der sich in der Kurstadt beim Zusammenprall mit Sebastian Boll einen zwei Zentimeter langen Riss am Ohr zugezogen hatte, und eben der stürmende Stand-By-Spieler. Carlos Michel fehlt, weil er in der Reserve einen Bluterguss verpasst bekam - und für sein anschließend unflätiges Reklamieren die Rote Karte sah. Damit es nicht langweilig wird, zog sich mit Marvin Haas ein zweiter Jungsspund eine Fußprellung zu. Die verbliebenen zehn Feldspieler sind umso mehr gefordert, denn Melsungen stehen im April acht Partien bevor.

„Wir haben noch keine Angst vor dem Abstieg, sehen uns aber nach sechs sieglosen Spielen in der Pflicht“, sagt Rudolph, der im Wonnemonat insgesamt zweistellig punkten möchte. Und nicht davon ausgeht, dass der Gegner ebenfalls geschwächt anreist.

Denn Steinbach muss am heutigen Freitag noch im Kreispokal-Halbfinale bei der FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen antreten und hat zuletzt mit 3:4 gegen Eschwege verloren. Das war für den SVS die erste Niederlage nach saisonübergreifend 23 Begegnungen (16 Siege, 7 Unentschieden). Steinbach-Trainer Karl-Josef Müller sieht’s sogar positiv und richtet den Blick nach vorn.

Verlassen kann er sich auf die Achse mit Torwart Marco Motzkus, den Defensivkünstlern Steffen Trabert und Michael Wiegand sowie den treffsicheren Offensivakteuren Florian Münkel (13 Tore), Julian Rohde und Spielmacher Petr Paliatka (beide 7). Fehlen wird allerdings Petr Kvaca (12), der gegen Eschwege in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte sah. Kapitän Trabert plagte zuletzt zwar eine Grippe, er dürfte aber zur Verfügung stehen. Und dafür sorgen, dass sein Coach nicht rechnen muss, ob er eine gesunde Elf auf den Platz schicken kann. (sbs)

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