Verbandsliga: MFV mit letztem Aufgebot nach Bad Soden – Montag kommt Hünfeld

Rumpfelf hart gefordert

Hoffnungsträger: Melsungens Talent Marvin Haas (vorne) , hier vor dem Willinger Mario Emde am Ball. Foto: zmp/nh

Melsungen. Ein Wunsch umtreibt fast alle Fußballtrainer: Gut aus der Winterpause kommen, nach intensiver Vorbereitung gleich wieder Tritt fassen. Für Sascha Beetz und seinem Spielertrainerkollegen Timo Rudolph erfüllte er sich nicht, denn der Melsunger FV ging mit 0:4 beim KSV Baunatal II unter. Ein Fehlstart, den allerdings auch die beiden kommenden Gegner SG Bad Soden (Sa. 15.30 Uhr, Rasenplatz am Bornweg) und Hünfelder SV (Mo. 15 Uhr Freundschaftsinsel) hingelegt haben.

Die Melsunger Tristesse ist darüberhinaus durch die prekäre Personalsituation begründet. „Wir fahren mit dem letzten Aufgebot nach Bad Soden“, kündigt Beetz an, der gleich sieben Ausfälle (Hermansa, H. Schmidt, Heinemann, Grunewald, Frommann, Michel und Rudolph) zu beklagen hat. Zudem ist der Einsatz von Nick Krug und Mario Kilian fraglich. Damit winkt dem A-Jugendlichen Marvin Haas eine erneute Bewährungschance, zudem sollen neben Max Germeroth noch weitere Spieler aus der 2. Mannschaft aushelfen.

Unter solchen Vorzeichen wäre Beetz schon mit einem Remis beim Tabellenvierten, „der ganz schwer zu spielen ist“, hoch zufrieden. Allerdings hat auch der Gastgeber zuletzt geschwächelt, ist, wie SG-Trainer und Ex-Profi Mehic bekennt, „von unserer guten Hinrundenform weit entfernt.“ Also gilt es (hüben wie drüben) „den Schalter endlich umzulegen“, wobei Sead Mehic immerhin personell aus dem Vollen schöpfen kann. Also dürfte Tim Mulfinger (bisher 16 Treffer) erneut auf Torejagd gehen.

Wie das Hünfelder Sturmduo Neidhardt/Simon, exakt für die Hälfte der bisherigen 32 Treffer des ehemaligen Hessenligisten zuständig, der in dieser Saison einfach nicht auf Touren kommt. Nach dem 1:2 beim 1. FC Schwalmstadt verpasste Trainer Weber seinen Schützlingen eine komplette Woche Trainingspause („Ich wollte sie nicht mehr sehen“). Ob sie gefruchtet hat, wird sich nun in Melsungen zeigen, nachdem das letzte Heimspiel gegen Willingen wegen eines tragischen Todesfalls im Verein abgesagt wurde.

Dabei hat auch Dominik Weber wie schon die gesamte Spielzeit mit Personalsorgen (ohne Rehm, Alles, Budenz, Grosch, Schilling, Gensler) zu kämpfen. Umso eindringlicher sein Appell, „dass wir einfacher spielen und uns wieder der Grundtugenden Kampf und Einsatz besinnen müssen.“

Ähnliches gibt Beetz seiner Rumpfelf mit auf dem Weg. In dem Wissen, „dass Hünfeld immer noch in der Lage ist, jeden Gegner in der Liga zu schlagen.“ Also gilt es, zunächst die eigene Defensive zu stärken. Mit einer „komplett anderen Mentalität“ als in Baunatal natürlich, sonst dürfte nach dem Schlusslicht auch der ehemalige Aufstiegsfavorit für die Bartenwetzer eine Nummer zu groß sein.

Von Ralf Ohm

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