Interview mit KSV-Trainer Thorsten Hirdes über den starken Saisonstart der Junglöwen

„Saisonziel wird nicht korrigiert“

Hat mit seinem Team einen richtig guten Start hingelegt: Thorsten Hirdes, der mit der Reserve des KSV Hessen auf Platz zwei steht und noch höhere Ziele verfolgt. Foto:  Fischer/nh

Kassel. 1:0 in Neuhof, 3:1 gegen Hünfeld, 0:0 gegen Rothwesten – der KSV Hessen Kassel II ist vor dem fünften Spiel eines von vier ungeschlagenen Teams der Fußball-Verbandsliga. Im Interview vor der Heimpartie gegen den SC Willingen (Sonntag, 15 Uhr, G-Platz) äußert sich der Trainer des Tabellenzweiten, Thorsten Hirdes, im Interview zum starken Saisonbeginn.

Sind Sie stolz auf Ihre Mannschaft, dass sie so gut in die Saison gestartet ist?

Hirdes: Stolz würde ich nicht sagen. Das war auch nicht unbedingt so zu erwarten, auch wenn wir uns das erhofft haben. Die Vorbereitung war gut, und wir haben uns in der Breite mit Jungs verstärkt, die sportlich und charakterlich gut in die Mannschaft passen.

Ihre Mannschaft hat den besten Start seit der Saison 2011/2012 hingelegt. War Ihnen das bewusst?

Hirdes: Nein, aber man darf den guten Start auch nicht überbewerten, nicht zu euphorisch werden. Man muss die Bälle flach halten. In den ersten beiden Spielen hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück. Klar ist aber auch: Wir haben drei ordentliche Spiele gemacht, in denen wir gesehen haben, dass wir eine ganz gute Rolle spielen können.

Was war in den ersten drei Spielen das Erfolgsrezept?

Hirdes: In den drei Spielen haben wir nur ein Tor kassiert. Gutes Defensivverhalten, gutes Gegen-den-Ball-Arbeiten ist für mich eine ganz wichtige Basis, um erfolgreich sein zu können. Aber auch die Spieler aus dem Regionalliga-Kader haben einen großen Anteil. Sie haben sich sehr gut eingefügt.

War die vermehrte Konzentration auf die Defensive auch eine Erkenntnis aus der vergangenen Saison, in der das Team 60 Tore hinnehmen musste?

Hirdes: Natürlich habe ich mich mit Karl-Heinz Wolf, Volker Wörner und Jens Wörner darüber ausgetauscht, wie wir den Kader so zusammenstellen, dass bisherige Schwachpunkte ausgemerzt werden. Aber auch in der Vorbereitung hat man gesehen, dass viele Jungs immer nur den Weg nach vorn suchen, aber nicht gern gegen den Ball arbeiten. An der Defensive haben wir viel gearbeitet, da müssen wir uns aber noch weiter verbessern. In der Offensive haben wir die Qualität, um immer ein Tor zu schießen.

Welcher Spieler hat Sie bis jetzt am meisten überrascht?

Hirdes: In den drei Spielen war das bislang eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wer aber der Mannschaft unheimlich gut tut, ist René Ochs. Er macht ganz grundsolide seinen Job und bringt Ruhe ins Spiel – ein vorbildlicher Spieler in allen Bereichen.

Was müsste passieren, damit Sie das formulierte Saisonziel (einstelliger Tabellenplatz) korrigieren – damit Sie den Aufstieg als Ziel ausgeben?

Hirdes: In der Saison kann noch viel passieren, gerade bei uns als Reserve. Aber wenn der Winter da ist und wir stehen immer noch da, wo wir jetzt stehen, können wir sagen, dass wir auf diesem Platz gern bleiben wollen. Aber bis dahin sollten wir erst mal langsam in Sachen Aufstiegsplänen machen. Vor dem Winter wird das Saisonziel nicht korrigiert.

Was außer drei anvisierten Punkten erwarten Sie noch von Ihrer Mannschaft gegen Willingen?

Hirdes: Willingen wird uns kämpferisch alles abverlangen. Wir müssen wach sein, wenige Kontermöglichkeiten zulassen und auch körperlich dagegenhalten – nicht nur versuchen, alles spielerisch zu lösen.

Von Sebastian A. Reichert

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