Sand fehlte ein Vollstrecker

Kurzeinsatz: Simon Bernhardt (rechts) verletzte sich in Lehnerz schwer und wird Sand vermutlich mehrere Wochen fehlen. Foto: Michl

Wefringhaus-Elf muss sich beim TSV Lehnerz II trotz Überlegenheit mit einem torlosen Remis begnügen.

Lehnerz. Nach dem Schlusspfiff der Meisterschaftspartie in der Fußball-Verbandsliga bei der Hessenligareserve des TSV Lehnerz verstanden die Spieler des SSV Sand und ihre im Bus mitgereisten Fans die Fußballwelt nicht mehr. Denn als vor lediglich 80 Zuschauern der Schlusspfiff ertönte, hieß es nur 0:0.

SSV-Coach Peter Wefringhaus war schon ein wenig verärgert: „Meine Mannschaft hat viel Aufwand betrieben, insgesamt auch spieltechnisch und taktisch alles richtig gemacht, sich dafür aber selbst um den Lohn gebracht.“

In der Tat. Die Sander nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und hätten den Chancen nach bereits bis zum Pausenpfiff den Dreier eintüten können, nein müssen. Die klare SSV-Überlegenheit dokumentiert die Tatsache, dass es für Torwart Mathias Opfermann im ersten Durchgang nicht eine einzige Ballberührung gab.

Dagegen hatte sein Gegenüber Kaiser zwischen den TSV-Pfosten schon Schwerstarbeit zu leisten. Gegen Tobias Oliev (11.. 30.), Serdar Bayrak (23., 43.) vereitelte Kaiser jeweils mit Glanzparaden einen Rückstand seiner Farben. Die sprichwörtliche Redensart, dass das Glück dem Tüchtigen gehört, traf für Keeper Kaiser zu. Viktor Moskaltschuk (33.) verfehlte das Ziel ebenso um Papierbreite wie Bayrak (35.), der wenig später das runde Spielgerät nur an das Lattenkreuz (41.) hämmerte.

Einmal musste sich Kaiser aber doch geschlagen geben, da stimmten die Sander schon den Torjubel an. Tobias Oliev (18.) hatte den Ball aus kurzer Entfernung für alle sichtbar über die Torlinie gedrückt. Nur der Schiedsrichter hatte es anders gesehen und gab den Treffer nicht. Eine klare Fehlentscheidung.

Kurz vor dem Gang zur Pausenerfrischung schwächten sich personell die völlig chancenlosen Platzherren, konnte Weldetnsae (43.) nach Gelb-Rot doch vorzeitig zum Duschen gehen.

Nach dem Seitenwechsel blieb Sand weiter am Drücker, hatte aber in der Pause anscheinend vergessen, die bisherige Fehlabweichung des Schussvisiers nachzujustieren. Denn auch Steffen Bernhardt (47.), Christian Kellermann (51.) und erneut Serdar Bayrak (79.) brachten das Kunststück fertig, das Leder neben das Ziel zu setzen.

Dann musste Schlussmann Mathias Opfermann doch noch einmal zugreifen, einen Freistoß von Paul Hohmann (60.) entschärfen. Glück hatte der SSV, dass in der Nachspielzeit Lehnerz einen schulmäßigen Konter nicht abschließen konnte.

Neben den verschenkten zwei Punkten fällt für Wefringhaus die Verletzung von Simon Bernhardt zwölf Minuten nach seiner Einwechslung schwerer ins Gewicht.

Sand: Opfermann - Wicke (64., Enzeroth), Garwardt, Sommer, Wippel, Kellermann, Lengemann, Bayrak, St. Bernhardt (58., Si. Bernhardt, 70., Kaczenski), Moskaltschuk, Oliev. (zih)

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