Sand gewinnt Kreisderby mit 3:1

Vorbereiter und Vollstrecker: Der Sander Serdar Bayrak (rechts), der hier vom Dörnberger Tobias Gunkel attackiert wird, bereitete die 1:0-Führung vor und brachte seine Farben mit 2:1 erneut in Front. Am Ende gewannen die Sander das Kreisderby mit 3:1. Fotos: Michl 

Sand. Die inzwischen zwölfte Auflage des Kreisduells SSV Sand kontra FSV Dörnberg nach dem Wiederaufstieg der Sander in die Fußball-Verbandsliga sah am Sonntagnachmittag den erwarteten Sieger:

der Richtung Höherklassigkeit schielende SSV gab auf der heimischen Höhe den im tiefen Tabellenkeller hockenden Dörnbergern mit 3:1 (2:1) das Nachsehen.

Letztlich geht der Dreier für die Hausherren von Trainer Peter Wefringhaus in Ordnung. Doch die Gäste vom Berg unter ihren Interimscoach Bernd Hüter, der früher fünf Jahre lang auf der Sander Höhe den Takt vorgegeben hatte und dabei die Bad Emstaler zwei Mal in die Verbandsliga führte, präsentierten sich keineswegs wie ein ums Überleben kämpfendes Kellerkind. Vielmehr boten sie den favorisierten Hausherrn über weite Strecken Paroli in Augenhöhe, zeigten dabei kämpferisch eine starke Leistung, die letztlich jedoch nicht belohnt wurde.

Bei Sand war noch viel Sand im Getriebe, wobei dies natürlich auch eine erklärbare Ursache hatte. Während die Dörnberger nach der Winterpause schon zwei Mal Spielpraxis erfahren konnten, war es für die Sander nach viermonatiger Pause wieder die erste Punktspiel-Herausforderung.

Das Wefringhaus-Team erwischte aber einen optimalen Start. Als Serdar Bayrak gleich mehrere Dörnberger in deren Strafraum auf den sprichwörtlichen Bierdeckel nass machte, den Ball dann Steffen Bernhardt (12.) servierte, hämmerte der das Leder in Höhe des „Elferpunktes“ unhaltbar für FSV-Schlussmann Dominik Zeiger zum 1:0 in den Kasten. Kurz danach hätten Simon Bernhardt und Mike Lengemann den Vorsprung ausbauen können, doch sie hatten bei ihren Distanzschüssen ihre Stollenschuhe noch nicht richtig justiert.

Die erste hochkarätige Dörnberger Möglichkeit hatte Martin Stück (20.), doch sein 20-Meter-Freistoßhammer zischte um Papierbreite über die Querstange. Dann aber konnten die Gäste doch den Torjubel anstimmen. Einen Musterpass von Tobias Gunkel spitzelte Florian Müller (28.) zum 1:1-Gleichstand mit der Schuhspitze durch die Beine von Torwart Johannes Schmeer und sorgte damit für ganz lange Gesichter in den SSV-Reihen. Auf der Gegenseite stimmte Steffen Bernhardt (37.) erneut den Erfolgsjubel an, den jedoch Keeper Zeiger mit einer Glanztat verstummen ließ. Dann musste sich zeiger aber doch geschlagen geben. Erneut düpierte Serdar Bayrak (45.) mehrere Abwehrspieler einschließlich des Torwarts - 2:1.

Den besseren Start aus der Pause erwischte Dörnberg, hätte ausgleichen können. Was aber Torwart Schmeer bei einem erneuten Stück-Freistoßhammer vereitelte. Anschließend erhöhte Sand wieder die Schlagzahl, ließ jedoch mehrere Topchancen sträflich liegen. Ausgenommen der eingewechselte Marcel Wippel (75.) mit der 3:1-Führung. Dörnberg steckt aber nicht auf. Fast im Gegenzug kann Schmeer den Schuss von Dominik Lüdke nur abklatschen, Dennis Enzeroth beseitigt die Gefahr.

Von Reinhard Michl

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