Sand verliert gegen Spitzenreiter

Fehlentscheidung: Der Sander Tobias Oliev wird vom Fuldaer Nikola Milamkovic klar von den Beinen geholt, doch der fällige Strafstoßpfiff des Unparteiischen blieb aus. Foto: Michl

Sand. SSV muss sich auf der heimischen Höhe Fulda 0:2 geschlagen geben, machte aber in Unterzahl eine gute Figur.

Die Überraschung blieb aus. Im Meisterschaftsspiel der Fußball-Verbandsliga musste sich der SSV Sand vor 350 Zuschauern auf der heimischen Höhe dem souveränen Tabellenführer Borussia Fulda mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Trotzdem war SSV-Coach Peter Wefringhaus mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden. „Alle meine Spieler haben eine tolle Moral bewiesen und haben sich trotz Unterzahl in der zweiten Halbzeit taktisch hervorragend präsentiert. Was wir nicht hatten, war das zum Erfolg notwendige Quäntchen Glück.“

Sein Fuldaer Kollege Oliver Bunzenthal widersprach ihm nicht generell: „Den gegebenen Strafstoß, der uns in Führung brachte, sehe ich als eine glückliche Entscheidung für uns an. Im ersten Durchgang hatten wir mehr vom Spiel, auch die Mehrzahl der Chancen. Nach dem Seitenwechsel blieb meine Mannschaft vieles schuldig. Trotzdem geht unser Sieg in Ordnung.“

Natürlich besaß der Spitzenreiter aus der Domstadt bis zum Gang zur Pausenerfrischung über weite Strecken spieltechnisch ein leichtes Plus, die Sander versteckten sich jedoch keineswegs und boten den Fuldaern eigentlich immer Paroli auf Augenhöhe.

Die erste Riesenchance besaßen die Gäste durch Cino Schwab (6.), dessen Schuss aus kurzer Distanz kann ein SSV-Abwehrbein aber noch zur Ecke klären. Fortuna war den Sandern auch holt, als Marcel Trägler (28.) schon Torwart Johannes Schmeer passiert hatte, Dennis Enzeroth den Ball jedoch noch von der Linie kratzen konnte.

Dazwischen hätte aber auch Sand das Signal auf Grün stellen können. Einen Freistoßhammer von Alexander Sommer (11.) drehte Borussen-Keeper Tobias Wolf fliegend mit den Fingerkuppen noch aus dem Winkel, dann blieb er mit einer weiteren Glanztat Sieger gegen Tobias Oliev (15.). Dbei konnte Wolf den Oliev-Schuss aber nur abklatschen, exakt vor den Stollenschuh des SSV-Torjägers. Oliev hatte nun freie Bahn, wurde aber von Nikola Milankovic von hinten von den Beinen geholt - die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm.

Ganz anders auf der Gegenseite. Bei einem Fuldaer Konter stürmte Schlussmann Johannes Schmeer dem allein auf ihn zustrebenden Alexander Reith entgegen, der dabei zu Fall kam. Jetzt zeigte der Schriri nicht nur auf den Punkt, sondern schickte Schmeer mit Rot vom Platz. Den „Elfer“ verwandelte Marcel Trägler (43.) gegen den für Christian Kellermann eingewechselten Keeper Mathias Opfermann sicher; 0:1. Im direkten Gegenzug ein Freistoßhammer von Alexander Sommer, den Schlussmann Wolf erst im zweiten Nachfassen unter Kontrolle bekommt.

Kurz nach dem Seitenwechsel verfehlte Oliev das Ziel nur um Papierbreite. Sand verstärkte die Offensive, setzte den Spitzenreiter unter Druck, der aber mit kluger Kontertaktik immer brandgefährlich blieb. So musszr Opfermann schon sein ganzes Können unter Beweis stellen, um einen Freistoß von Marius Müller (72.) zu entschärfen. Auf der Gegenseite sandt ihm Wolf gegen Sommer (74.) in nichts nach, und konnte das Leder gerade noch um die Metallstange drehen. Einen Konter schloss dann Jonathan Müller (88.) zur Fuldaer 2:0-Führung ab.

Von Reinhard Michl

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