Sander Sieg war nie in Gefahr gegen den Lehnerz II

Durchgesetzt: Trotz Bodenlage setzt sich der Sander Tobias Oliev (rechts) gegen Lehnerz Abwehrchef Julian Pecks durch und erzielt den 3:0-Endstand. Foto: Michl

Im ersten Heimspiel nach der Winterpause feierte der Verbandsligist ein 3:0 über den TSV Lehnerz II

Sand. Na bitte, es geht doch. Nach der völlig unnötigen 0:2-Niederlage beim Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga, dem SV Steinbach, rehabilitierte sich der SSV Sand auf der heimischen Höhe mit einem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen die Hessenligareserve des TSV Lehnerz.

Ein zufriedener SSV-Trainer Peter Wefringhaus: „Auch wenn meine Mannschaft ab und zu etwas den Faden verlor, so geht unserer Sieg voll in Ordnung. Meine Spieler haben meine Vorgaben befolgt und umgesetzt, die Gäste können mit dem Dreierpack mehr als zufrieden sein.“

Sein Lehnerz-Kollege Niklas Herget widersprach Wefringhaus nicht. „Wir sind im ersten Durchgang so gut wie gar nicht ins Spiel gekommen. Geschultert auch der Tatsache, dass wir heute mit dem so genannten letzten Aufgebot in die Aufgabe gehen mussten. Am verdienten Sander Sieg gibt es nichts zu rütteln.“

In der Tat. Vom Anpfiff des souverän leitenden Unparteiischen Timo Ide aus Frielendorf nahmen die Sander überdeutlich das Heft in die Hand, ließen die Gäste aus Osthessen eigentlich in keiner Phase des Geschehens zur Entfaltung kommen. Lehnerz konnte froh sein, dass die Platzherrendominanz lediglich durch Steffen Klitsch (15., 32.) zählbar umgesetzt wurde. Weitere Topchancen ließ der SSV sträflich liegen, oder verzweifelte am Gästeschlussmann André Ditzel.

Diese mangelhaften Vollstreckerqualitäten hätte fast mit dem Pausenpfiff Maximilian Vilmar (44.) bestraft. Er hätte sich eigentlich jeden Winkel des Kastens aussuchen können, verfehlte jedoch um Zentimeter das Ziel.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Sand am Drücker, hätte früh den Sack durch Steffen Klitsch, Tobias Oliev oder dem gerate eingewechselten Daniel Wagner zumachen können. Was aber Lehnerz Bester, Schlussmann Ditzel jedesmal mit einer Glanztat verhinderte. Und fast wäre dieses Verschenken von Topchancen erneut bestraft worden. Marek Weber (73.) hatte sich durch die SSV-Abwehr getankt, stand mutterseelenallein vor Torwart Johannes Schmeer, der sich aber reaktionsschnell das runde Spielgerät greifen konnte. Wer weiß, ob Lehnerz nach dem möglichen Anschlusstreffer nicht noch einmal die zweite Luft bekommen hätte?

Die Schrecksekunde verdauten die Sander schnell, behielten den Vorwärtsgang eingelegt und belohnten sich dafür. Daniel Wagner blieb im gegnerischen Strafraum gleich gegen mehrere Abwehrspieler Sieger, passte exakt in den Lauf von Tobias Oliev (79.), der freie Bahn hatte und Schlussmann André Ditzel nicht den Hauch einer Chance ließ: 3:0. Es hätte auch noch mehr sein können.

Von Reinhard Michl

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