Verbandsliga: Abstiegskandidat empfängt zum Auftakt der Restrunde FV Melsungen

Schauenburger Hoffnung

Hoffnungsträger: Veysel Kaya (links) war mit zwei Treffern maßgeblich am 5:2-Sieg gegen Korbach beim letzten Spiel vor der Winterpause beteiligt. Foto: Hedler

Schauenburg. 16 Punkte Rückstand hat Fußball-Verbandsligist SG Schauenburg vor dem 21. Spieltag auf Neuhof, Melsungen und Eschwege, die derzeit knapp über den Strich stehen. Welche Gründe sprechen vor dem Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr, Goldbergkampfbahn) gegen den Melsunger FV dennoch dafür, dass der Aufsteiger eine Aufholjagd startet und am Ende den Ligaverbleib doch noch schafft?

1.Die Absteiger: Trainer Jurek Förster hofft aus, dass am Saisonende vielleicht statt fünf nur drei Mannschaften den Gang in die Gruppenliga antreten müssen. Und zum Viertletzten Korbach hat der (16./19:53/10) nur sechs Punkte Rückstand. „Die 16 Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz im Fall von fünf Absteigern sind dagegen schon ein Haufen Zeug“, sagt der SG-Trainer.

2.Der Glaube: „Rechnerisch ist noch alles drin. Deshalb werden wir alles dransetzten, das große Wunde zu schaffen“, sagt Förster. „Die Zielvorgabe lautet für uns ganz klar: Klassenerhalt.“ Hoffnung schöpfen die Lila-Weißen auch aus den letzten beiden Testspielen. Gegen die Gruppenligisten Türkgücü (3:1) und Rengershausen (3:2) gab es Siege. „Die Erfolgserlebnisse waren wichtig. Es waren gute Momente dabei, auf denen wir aufbauen können.“

3.Das Hinspiel: Wichtig für das Unterfangen Ligaverbleib ist für die Vereinigten ein guter Start in die Restrückrunde. Und der ist gegen Melsungen (11./38:32/26) nicht so unmöglich, wie es das 0:4-Hinspielergebnis erscheinen lässt. Damals kassierte die SG unglücklich kurz vor der Pause das 0:1, fing sich dann noch drei Konter. Jurek Förster erinnert sich an die Niederlage so: „Mit ein wenig mehr Cleverness wäre viel mehr drin gewesen. Wir wurden gnadenlos bestraft.“

4.Das Personal: Mit Eduardo Gutierrez (Lohfelden) und Eren Toksoy (Nordshausen) kamen in der Winterpause zwei neue Spieler, die den Kader verstärkten. Auch Kevin Siebert ist wieder fit und steht nun vor seinem ersten Sechstliga-Spiel. „Die Vorbereitung ist gut gelaufen“, erklärt der SG-Trainer. „Es sind zwar noch nicht alle bei 100 Prozent, aber die Spieler, bei denen es noch ein bisschen an Spritzigkeit fehlt, werden die sich in den nächsten Wochen holen.“

5.Die Geheimwaffe: „Was uns in den letzten Jahren immer ausgezeichnet hat, ist unsere große Kameradschaft, unser Teamgeist“, meint Förster. Das könne auch ausschlaggebend in engen Partien sein, wenn „ein Rädchen ins andere greift“. „Spiele wie gegen den KSV Hessen (2:2) haben gezeigt, dass wir in der Verbandsliga mithalten können. Und vielleicht unterschätzt uns ja auch der eine oder andere Gegner“, sagt Jurek Förster und gibt sich damit optimistisch.

Von Sebastian A. Reichert

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