Verbandsliga: Güven-Team erwartet Geduldsprobe

Schlüsselspiel in Rothwesten

Atilla

Schwalmstadt. Nein, es geht für den 1. FC Schwalmstadt nicht „nur“ um Wiedergutmachung für die Derbyblamage. In der letzten Partie des Jahres beim TSV Rothwesten (So. 14.30 Uhr) steht der heimische Fußball--Verbandsligist laut Trainer Güven vor „einem Schlüsselspiel, das wir unbedingt gewinnen müssen.“

Denn die 0:1-Niederlage gegen den TSV Mengsberg hat die eigene Situation dramatisch verschlechtert: der FCS ist auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, die Lage in der Hessenliga macht fünf Absteiger wahrscheinlich und die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt hat mindestens noch zwei Spiele mehr zu absolvieren und damit entsprechende Möglichkeiten zu punkten.

Höchste Zeit also für den sechsten Schwälmer Saisonsieg. Nur wie soll der bei der drittbesten Abwehr der Liga (nur 20 Gegentore) gelingen? „Indem wir kompakt stehen, Nadelstiche setzen und vor dem gegenrischen Tor hoch konzentriert agieren“, lautet das Rezept von Atilla Güven, für deren Umsetzung er bis auf Max Schuch und Brian Mitchel alle Spieler an Bord hat. Auch die der so erfolgreichen zweiten Mannschaft, so dass personelle Überraschungen durchaus möglich sind.

Die sind beim Gastgeber eher nicht zu erwarten. Schließlich ist die Mannschaft von Talyn Bilecen seit vier Spielen ohne Niederlage, feierte in dieser Phase sogar drei Siege. „Es läuft gut“, sagt Gerhard Siewert, der Sportliche Leiter, der vor der Saison nach 27 Jahren sein Traineramt an Talyn Bilecen, bis dahin Coach der 2. Mannschaft, abgab.

Auch beim Kader gab‘s einen Umbruch, der dem TSV, in der letzten Saison nur knapp dem Abstieg entronnen, richtig gut getan hat. Neuzugänge wie Dennis Salioski, Pascal Gunkel, Dennis Alsfeld und der Hessenliga erfahrene Pavo Susilovic schlugen richtig gut ein, Dejan Bojic „blühte auf“ (Siewert) und Stammspieler der letzten Saison wie Maximilian Igel, Sebastian Trabner, Alexander George und Kevin Seeger, allesamt für die Absicherung nach hinten verantwortlich, konnten sich erheblich steigern.

Die Folge: 23 Punkte aus 15 Spielen und ein hervorragender achter Platz. Trotzdem bleibt das Ziel der Klassenerhalt. „Wir heben nicht ab“, versichert Gerhard Siewert und sieht seine Mannschaft daher gegen Schwalmstadt keineswegs in der Favoritenrolle. Aber auch keinen Grund das eigene Erfolgssystem plötzlich zu ändern: „Wir werden wieder aus einer kompakten Defensive agieren und möglichst wenig Torchancen zu lassen.“

Nicht unwahrscheinlich also, dass dieses „Schlüsselspiel“ zur Geduldsprobe wird. Die der gewinnt, der mindestens eine seiner wenigen Torchancen nutzen kann. Eine Konsequenz im Abschluss demonstriert, die das Güven-Team im letzten Spiel arg vermissen ließ. Foto: Kasiewicz

Von Ralf Ohm

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