Verbandsliga: Mengsberg hadert beim 2:3 gegen Kaufungen mit dem Schiedsrichter

Schöttner bestraft TSV

Mengsberger Torschütze: Marcel Reitz (links) im Duell mit Kaufungens Marius Ehlert. Foto: Di Cicco

Mengsberg. Der TSV Mengsberg erlebte beim 2:3 (2:2) in der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Kaufungen ein Wechselbad der Gefühle. Als Schiedsrichter Felix Ebert (Alsfeld) und seine Assistenten nach dem Abpfiff zügig in Richtung der Kabinen gingen, war es nicht das erste Mal in dieser Saison am Engelhain, dass sich die Unparteiischen den Unmut der verärgerten Zuschauer anhören mussten. „Der Schiri hatte keinen glücklichen Tag“, sagte Interimstrainer Daniel Hainmüller und wollte die zwölfte Niederlage im 13. Spiel keineswegs der Leistung des Schiedsrichters zuschieben.

Dass Ebert in der Tat nicht seinen besten Tag erwischt hatte, belegen folgende Szenen: als er versehentlich zunächst Okan Özalp statt Christian Hesse die Gelbe Karte zeigte (90. + 1). Ein Foul (71.) und ein Handspiel, dessen Absicht mehr als fragwürdig war, führten zur Ampelkarte gegen Mengsbergs Fabian Hett (85.). Jeweils kurz zuvor hätte der Unparteiische durchaus für die Gastgeber pfeifen können. Stattdessen sorgte er mit einer großzügigen Zweikampf-Auslegung insbesondere im zweiten Abschnitt dafür, dass ihm die bis dahin faire Partie zusehends entglitt.

In einem weitgehend ausgeglichenen und kampfbetonten Spiel, das hektisch begann, erwischten die Mengsberger einen Start nach Maß, weil Marcel Reitz nach einer Ecke am langen Pfosten goldrichtig stand (2.). „Unsere erste Halbzeit war gut“, lobte Hainmüller, der mit „zwei bitteren Gegentore“ haderte, bei denen Torhüter Lars Berger nicht so glücklich aussah: Beim 1:1 durch Boll (12.) kam der Routinier einen Schritt zu spät, beim 1:2 durch Steube (36.) klatschte er den Ball nach einer Ecke am kurzen Pfosten nur nach vorne ab. Das machte Dennis Dorfschäfer per Konter zum 2:2 wett (45.+1).

„Wir freuen uns über die drei Punkte. Mit unserem Spiel bin ich aber nicht zufrieden, denn wir haben zwei katastrophale Gegentore bekommen“, klagte Kaufungens Coach Jörg Müller und schob nach: „Gerade bei Standardsituationen hatten wir ein schlechtes Defensivverhalten.“ Im zweiten Durchgang, der nur noch wenig Spielfluss bot, hatte der TSV durch Marcel Fischer (80.) und René Dingel (81.) zwar hochkarätige Torchancen.

Das rächte sich: Der starke Marius Ehlert tankte sich links im Strafraum zur Grundlinie durch und bediente den zentral sträflich freistehenden Niklas Schöttner, der per Direktabnahme flach ins lange Eck traf (68.). • TSV: Berger - Krähling (81. Özalp), Hesse, Wesner, Fi-scher - Hett, Dingel - Dorf-schäfer, Fydrych (73. Schu-chardt), Reitz - Berneburg (46. Yousef). SV: Grujo - Hermansa, Steu-be, Ehlert, Kaczenski - Dzia-bas, Schäfer (8. Pritsch), Dönmez (60. Müller), van der Veen (60. Schneppe) - Boll, Schöttner. SR: Ebert (Alsfeld). Z: 120. Tore: 1:0 Reitz (2.), 1:1 Boll (12.), 1:2 Steube (36.), 2:2 Dorfschäfer (45. + 1), 2:3 Schöttner (68.). Gelb-Rot: Hett (85.).

Von Marcello Di Cicco

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.