Verbandsliga-Spitzenspiel: Der 1. FC Schwalmstadt geht gegen Steinbach mit 1:3 unter

Schwälmer Frustschieben

Hängen geblieben: Schwalmstadts Sefa Cetinkaya (r.) wird in dieser Szene vom Steinbacher Sebastian Bott vom Ball getrennt. Foto: Hahn

ziegenhain. Der Kampf um die Herbstmeisterschaft in der Verbandsliga mutiert zu einem osthessischen Zweikampf. Der Grund: In der „Woche der Wahrheit“ zog der 1. FC Schwalmstadt nach der unglücklichen 1:2-Niederlage in Bad Soden auch beim 1:3 (1:3) gegen den SV Steinbach den Kürzeren. „Damit ist für uns der Zug nach ganz oben erstmal abgefahren“, stellte FCS-Trainer Hans Schweigert enttäuscht fest.

Zum Schwälmer Frustschieben gehörte auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft dem Tabellenzweiten, der weiterhin ungeschlagen bleibt, spielerisch in keiner Phase das Wasser reichen konnte. „Wir haben zuviele Zweikämpfe verloren und sind fast nur hinterher gelaufen“, klagte Kapitän Preuß. Schwächen am und mit dem Ball, die die Gäste nach einer kurzen Orientierungsphase, in der Ricardo Seck immerhin die (einzige) Chance zur Führung hatte (6.), eiskalt nutzten.

Julian Rohde zirkelte nach 29 Minuten einen 25m-Freistoß unhaltbar für Torwart Nikocevic in den Winkel - ein Treffer, der die Gastgeber noch mehr verunsicherte. Und die SG zum lustvollen Kombinieren einlud. Als etwa Marcel Ludwig Michael Wiegand mustergültig bediente und der aus 18 Metern ungestört ins lange Eck traf (38.). Die fatale Steigerung: Beim 0:3 (41.) vollendete Außenverteidiger Trümner ein Rohde-Solo ins eigene Tor. Das saß. Kaum abgemildert von Preuß‘ Handelfmetertor (45.).

Immerhin der Anlass für den FCS-Coach, nach dem Wechsel mit Wolfs Einwechslung auf Offensive zu setzen. Doch es blieb bei der Intention. Mit ihrem frühen Angreifen ließen die Osthessen keinen Sturmlauf zu und verurteilten das Schwalmstädter Aufbauspiel zu hektischer Orientierungslosigkeit. Raumaufteilung? Fehlanzeige. Einzig die Brechstange verhalf den Gastgebern zu zwei Chancen durch Jan Henrik Wolf (60.) und Jan Philipp Trümner (61.), während Steinbach durch Michael Wiegand (58.) und Florian Münkel (64.) längst hätte alles klar machen können.

Dann schied auch noch Steven Preuß mit einer Zerrung verletzt aus (76.). Und der überragende Torwart Motzkus machte sich offensichtlich einen Spaß daraus, mit tollen Reaktion gegen Wolf (zweimal) und Cetinkaya zu retten.

Bis dahin hatten dem 37-Jährigen seine Vorderleute die meiste Arbeit abgenommen, um ihn in der 89. Minute nochmal so richtig auf die Probe zu stellen. Denn da wurde der SVS-Schlussmann sogar vom eigenen Mann (Steffen Trabert) geprüft. Und reagierte wie zuvor: hervorragend. • Schwalmstadt: Nikocevic - Trümner, Lerch, F. Seck, Liebermann - Gerstung (46. Wolf), Preuß (79. Huber- Cetinkaya, Meier, R. Seck (65. Lutz) - Erdem. Steinbach: Motzkus - Petrasch, Trabert, Bott, Terentew - Paliatka, M. Wiegand - Kvaca, Ludwig (87. van Leeuwen), Rohde (82. Schleinig) - Münkel (89. Brehl). SR: Awada (Kassel). Tore: 0:1 Rohde (29.), 0:2 M. Wiegand (38.), 0:3 Trümner (Eigentor), 1:3 Preuß (45. Handelfmeter).

Von Ralf Ohm

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