Verbandsliga: Freude nur über Ides Premierentor – jetzt hohe Hürde beim SSV Sand

2:3 – Schwalmstädter patzen bei Schlusslicht Neuhof

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Läuft beim SSV Sand: (von links) Jan-Philip Schmidt, Lukas Knigge und Florian Amert kommen derzeit aus dem Jubeln nicht hinaus. 

Neuhof/Ziegenhain. Fünf Halbzeiten lang sind die Fußballer des 1. FC Schwalmstadt in der Fremde ohne Gegentor geblieben. Dann kam es knüppeldick.

Mit 2:3 (1:0) patzte die Elf von Trainer Marco Schwab in der Verbandsliga bei Schlusslicht SV Neuhof.

„Wir waren unterlegen. Nach dem vielen Englischen Wochen fehlt uns einfach Kraft“, sagte Lukas Ide. Im Falle des 20-Jährigen ist ein Kräfteverschleiß nicht verwunderlich. Denn Ide leistet ein Duales Studium. Im Wechsel studiert er drei Monate lang Maschinenbau in Mannheim, dann arbeitet er drei Monate. Wahlweise geht es mehrfach pro Woche mit dem Zug zu Training oder Spiel. Nach Neuhof kam er von Frankfurt aus.

Dennoch hat sich der letztjährige Kapitän der Reserve, die souverän Meister der Kreisoberliga wurde und dessen Bruder Julian Spielführer der A-Jugend ist, in der Hierarchie bei Trainer Marco Schwab nach oben gekämpft. Nach sieben Einwechslungen stand er in Neuhof erstmals in der Anfangsformation – und traf sogar. „Das kennt man eigentlich nicht von mir. Zumindest das Tor war ein richtig gutes Gefühl“, sagte Ide nach seinem Premierentreffer. Mit einer starken Körpertäuschung hatte der Sechser seinen Gegenspieler im Strafraum ins Leere laufen lassen und dann sehenswert zum 1:0 abgeschlossen (31.). Allein, es sollte der einzige Höhepunkt im ersten Durchgang bleiben.

Davor und danach blieben die Schwälmer fast alles schuldig. Der SVN gab klar den Ton an, war läuferisch überlegen und hatte eindeutig mehr Ballbesitz. Zwingend wurde es aber erst nach dem Wechsel. Marko Curic düpierte die FCS-Abwehr zum 1:1 (50.), der nur Sekunden zuvor eingewechselte Bartosz Stachelski stach zum 2:1 (65.), ehe Spielertrainer Radek Görner die Partie entschied (76.). Der Treffer zum 3:2 durch Patrick Herpe per Außenrist hatte nur noch statistischen Wert (90.+2).

Ricardo Seck fehlt

Mit Ricardo Seck, der sich eine unnötige Gelb-Rote Karte einhandelte und Leon Lindenthal, dessen Zerrung gegen Neuhof wieder auftrat, drohen zwei Akteure am Samstag (16 Uhr) beim SSV Sand auszufallen. Beim Vize-Meister, der nun mit 16 Punkten souverän Erster ist. Und zuletzt in Neuhof (8:1) und Dörnberg (6:0) Extra-Klasse bewies. „Für uns ist der Aufstieg kein Muss. Schwalmstadt sehe ich auf Augenhöhe“, sagt Peter Wefringhaus. Sands Trainer kann bis auf Ibrahim Zahirovic (Knie) und Pascal Itter (Urlaub) aus dem Vollen schöpfen. Dem Team kommt zu Gute, dass es auf den Pokal verzichtete, und die Neuen den Kader in Breite wie Spitze verstärken. • Schwalmstadt: Wörmann - R. Seck, F. Seck, Gerstung, Keil - Ide (57. Lindenthal/75. Karl), Kaquri (82. Schwalm) - Kutzner, Liebermann, Trümner - Herpe. SR: Stübing (Gründau). Z: 80. Tore: 0:1 Ide (31.), 1:1 Curic (50.), 2:1 Stachelski (65.), 3:1 Görner (76.), 3:2 Herpe (90.+2). Gelb-Rot: R. Seck (89.). (sbs)

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