1. FC Schwalmstadt bleibt in Verbandsliga

Retter Güven gibt Startschuss zu Schwalmstädter Jubel über Klassenerhalt

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So wird ein Wunder gefeiert: Spieler, Trainer und Betreuer des 1. Fc Schwalmstadt sind nach der glücklichen Nachricht vom Klassenerhalt außer Rand und Band.  

Schwalmstadt. Ein 2:0-Sieg gegen Johannesberg bescherte dem 1. FC Schwalmstadt am letzten Spieltag den kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga.

Auf diesen magischen Moment hatte Atilla Güven hingearbeitet. Die Fixierung darauf am Leben erhalten, als dieser außer Reichweite schien. „Jungs, stellt Euch vor, wir haben es am letzten Spieltag noch selbst in der Hand, gewinnen und können dann den Klassenerhalt feiern“, lautete das Lebenselixier des Schwalmstädter Trainers im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga, das den Willen seiner immer wieder von Rückschlägen gebeutelten Mannschaft aufrecht erhielt.

Dann war‘s soweit. Oder besser gesagt doch noch nicht. Hatten die Schwälmer das Saisonfinale mit 2:0 gegen Johannesberg gewonnen (siehe unten stehenden Artikel), ihre Hausaufgaben also gemacht und mussten trotzdem um ihre Versetzung bangen.

Atilla Güven

90 Minuten hatte der FCS-Coach kein Einzelergebnis der Konkurrenz an sich heran gelassen. Dann sickerten sie durch, ergaben drei lange Minuten später eine Abschlusstabelle, bei der sein Team dank des zehnten Saisonsieges noch zwei Plätze gut gemacht hatte und über dem Strich landete - Klassenerhalt! Also gab der 34-Jährige das Signal zum Jubeln und seine Jungs folgten ihm wie sie ihm in den schwersten Stunden der abgelaufenen Saison gefolgt waren.

„Der Trainer musste es ja wissen“, meinte freudestrahlend Innenverteidiger Fabian Seck nach einer ersten Bierdusche. Ein zarter Hinweis auf das Vertrauen der Spieler in den B-Lizenz-Inhaber, „der uns immer wieder aufgebaut hat.“ Und der selbst von dem ersehnten Moment, auf den er seit seinem Amtsantritt nach dem 15. Spieltag akribisch hingearbeitet hatte, „völlig überwältigt“ war: „Wir haben das Wunder geschafft.“

Wunder war nötig

Genau das war nötig. Nach einer schwachen Hinrunde. Nach einer „Achterbahnfahrt von Spieltag zu Spieltag“, wie Angreifer Leon Lindenthal die fehlende Konstanz der Mannschaft beschrieb, die ab dem 25. Spieltag stets einen Abstiegsplatz belegte. Und an den letzten beiden Spieltagen erstmals zwei Spiele hintereinander gewann - ein Schluss-Spurt, der seine Bezeichnung verdiente.

Und in dem der Kapitän zum Führungsspieler wurde. Auf seine genialen Pässchen konnte sich die Mannschaft immer verlassen, doch auf einmal ging Patrick Herpe auch neben dem Platz voran. „Er hat uns mitgerissen“, lobte Fabian Seck seinen Mannschaftskameraden, der in seinen Ansprachen immer wieder betont hatte, „dass wir nie, nie aufgeben dürfen.“ Seinen zuverlässigen Abwehrmann hatte sich der 25-Jährige ganz speziell zur Seite und wegen seiner monatelangen Ladehemmung auf die Schippe genommen. Das Ergebnis: Vier seiner insgesamt fünf Saisontore erzielte „Fabi“ in den letzten drei Spielen.

„Alles Kopfsache“, lachte Torwart Tobias Kreuter und meinte es durchaus ernst. Als Erklärung dafür, dass sich die wankelmütige Mannschaft selbst in die Bredouille gebracht und dann aber auch, Güven sei dank, am eigenen Schopf wieder daraus gezogen hatte. Für den Rückkehrer für ein Jahr, stets ein Rückhalt seiner Mannschaft, blieb ein profanes „Mission erfüllt“. Immerhin mit der allzu berechtigten Genugtuung, an einem „kleinen Wunder“ beteiligt gewesen zu sein.

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