Verbandsliga: Preuß führt Schwalmstadt zum 4:2 gegen KSV II – Gerstung und Lindenthal beweisen Klasse

Schweigert-Elf stürmt die Spitze

Die Brust wird immer breiter: Schwalmstadts Kapitän Steven Preuß führte sein Team zum 4:2-Sieg im Hit über den KSV Hessen Kassel II. Im Hintergrund beobachtet KSV-Routinier Jens Wörner die Szene. Foto: Hahn

Treysa. Steven Preuß hätte es sich einfach machen können. Er hätte den 1. FC Schwalmstadt wie andere Stammkräfte nach dem Abstieg aus der Hessenliga verlassen können. Angebote hatte er. Doch der 22-Jährige blieb. Steht wie kein Zweiter für den Neuanfang. Spätestens mit dem 4:2 (2:2)-Coup im Hit der Fußball-Verbandsliga gegen Hessen Kassel II zahlt sich das aus. Denn die Schwälmer sind neuer Tabellenführer.

„Ich wollte mir beweisen, dass ich in jungen Jahren viel Verantwortung übernehmen kann. Es macht mich stolz, wenn ich sehe, wie viel Charakter die Jungs haben und sich weiter entwickeln“, lobt der Mittelfeldmotor. Ihre Feuertaufe in einem Spitzenspiel hatten zwei der Jüngsten: Jakob Gerstung (19 Jahre) und Leon Lindenthal (18). Beide bekamen von Trainer Hans Schweigert ein Sonderlob: „Leon hat die Bälle gut festgemacht, ist viel gelaufen. Und Jakob fasst langsam Fuß, weil er den nötigen Willen hat.“

Gegen Kassel hatten beide Schlüsselrollen inne. Gerstung als Abräumer neben Preuß erneut anstelle des beruflich verhinderten André Meier und Lindenthal, der Samstag wieder für die A-Jugend spielen wird, im Sturmzentrum für den angeschlagenen Serkan Erdem.

Die Lektion, die das Duo und seine kaum älteren Mitstreiter in Treysa gelernt haben: Der Unparteiische ist tabu. „In der ersten Halbzeit hat sich meine Mannschaft zu sehr mit dem Schiedsrichter, nicht mit dem Gegner beschäftigt. Nach der Pause waren alle sehr diszipliniert“, erklärte Schweigert.

Anfangs hatte ein Handelfmeter für Unruhe gesorgt, den Murat Osmanoglu zum 1:1 verwandelte (12.). Damit war die frühe Führung durch Sefa Cetinkaya (6.) futsch. Auch der zweite Vorsprung nach Cetinkayas zweitem Tor (21.) wurde leichtfertig gegen spielstarke Kasseler hergegeben. Denn nach einem Freistoß von Renè Ochs köpfte der freie Taekhyun Lee zum 2:2 ein (38.).

Die Junglöwen hatten bis dahin Schwalmstadt auch verbal zugesetzt. Provozieren ließen sich die Schwälmer aber nicht und waren konditionell einmal mehr in dieser Runde stärker als ihr Gegner. Die entscheidenden Treffer landete freilich Kapitän Steven Preuß selbst, der sehenswert aus der Drehung (79.) und aus der Ferne abgefälscht (85.) zweimal erfolgreich war. Und damit unterstrich, dass er für bessere Zeiten seines FCS stehen möchte. • FCS: Nikocevic - Liebermann, Lerch, F. Seck, Lutz - Preuß, Gerstung - R. Seck (86. Ide), Wolf (76. Huber), Cetinkaya - Lindenthal (89. Rieck). KSV II: Winterhagen - Najjer, Mobarak, Schumann, Bredow - Osmanoglu, Wörner - Dawid, Ochs, Lee (85. Schüler) - Sattorov. SR: Kliebe (Hessisch Lichtenau). - Z: 200. Tore: 1:0, 2:1 Cetinkaya (6., 21.), 1:1 Osmanoglu (12., HE), 2:2 Lee (38.), 3:2, 4:2 Preuß (79., 85.).

Von Sebastian Schmidt

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