Verbandsliga: Aufsteiger Neuhof mit 3:0-Sieg des 1. FC Schwalmstadt noch gut bedient

Seck mit Knipserqualitäten

So jubelt ein Doppeltorschütze und Matchwinner: Schwalmstadts Ricardo Seck. Foto: Hahn

Ziegenhain. Wird aus dem Flügelstürmer Ricardo Seck noch der Knipser Ricardo Seck? Diese Frage warf der völlig ungefährdete 3:0 (2:0)-Erfolg des 1. FC Schwalmstadt gegen den SV Neuhof auf. Denn dazu hatte der Sprinter auf der Außenbahn des Fußball-Verbandsligisten mit zwei Treffern vor der Pause den Grundstein gelegt.

„Nein, nein“, winkte der 25-Jährige ab, „das waren ja meine ersten beiden Saisontore überhaupt.“ Beide Male (32., 34.) nach Erdems Vorarbeit auf den Abpraller von Torwart Albayrak spekuliert, beide Male konsequent abgestaubt, beide Male zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, wozu ihm ein fulminanter Diagonalspurt durch des Gegners Hälfte verholfen hatte. „Ricardo geht dahin, wo es weh tut und hat sich diesmal für seinen enormen läuferischen Einsatz belohnt“, lobte Kapitän Preuß seinen Mannschaftskollegen.

Solcher Tempo- und Positionswechsel hatte es bedurft, um das sich anbahnende Patt auf dem Spielfeld, verursacht durch die gegenseitige Neutralisierung im Mittelfeld, aufzuheben. Außerdem hatte den Gastgebern die Umstellung von Vierer- auf Dreierkette mit Peter Liebermann als zusätzlichen Dampfmacher im Mittelfeld zu mehr Druck verholfen. Kein Grund also, Wolfs 20 m-Schuss ans Lattenkreuz aus der 22. Minute nach zu weinen. Und ein Beleg für Preuß‘ These, „dass die Spiele auch im Kopf entschieden werden.“

Und mit (Schwälmer) Köpfchen ging‘s nach dem Wechsel gegen einen völlig überforderten Aufsteiger weiter. Erst legte Kevin Kutzner nach langem Pass von André Meier nach (51.), dann variierten die spielerisch klar überlegenen Gastgeber derart das Tempo, dass sie einerseits Ball und Gegner jederzeit beherrschten und andererseits dazu bei drückender Hitze nicht mehr investierten als nötig.

Nur mit der Chancenverwertung haperte es, denn es wäre angesichts vielversprechender und fast dauerhafter Präsenz im Neuhofer Strafraum durchaus ein Kantersieg möglich gewesen. Den verhinderte auch Torwart Albayrak, der gegen Meier (61.), Wolf (64.), Kutzner (65. und 67.) und Erdem (66.) prächtig reagierte. Seine Vorderleute fielen derweil nur durch Textilproben und eine Ringereinlage (von Hasanagic gegen Kutzner) auf. Unterhaltsam, aber brotlos, während sich die Schwalmstädter schließlich mit dem 3:0 zufrieden gaben. Und Secks Erkenntnis, „dass wir als Team gereift sind.“ Was für ihn als höchst agiler Offensivkraft besonders galt. • Schwalmstadt: Nikocevic - Liebermann, Lerch, F. Seck, Lutz - Preuß, Meier -Kutzner, Wolf, R. Seck (75. Lindenthal) - Erdem (85. März). Neuhof: Albayrak - Kaizar (55. Agovic), Konecny, Langner (46. Citakoglu), Vlk - Manns, Hasanagic - Moravcik, Heiliger, Dapar (46. Kalis) - Görner. SR: Wahl (Schöffengrund). - Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Ricardo Seck (32.), 2:0 Ricardo Seck (34.), 3:0 Kevin Kutzner (51.).

Von Ralf Ohm

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