Fußball-Verbandsliga: Lars Frerkings CSC 03 empfängt Spitzenreiter Johannesberg

Seine Qualität ist gefragt

Taucht auch schon mal vor dem gegnerischen Tor auf: Lars Frerking vom CSC 03 Kassel (rotes Trikot, hier gegen Kaufungens Torwart Niklas Grujo und Bastian Schäfer) war früher Stürmer und ist nun Innenverteidiger. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel. Hauptposition: Innenverteidiger. Nebenpositionen: offensives Mittelfeld, Mittelstürmer. So ist es auf dem Internetportal transfermarkt.de über Lars Frerking vermerkt. Nach vielen verletzungsbedingten Ausfällen in den Vorjahren hat der 28-Jährige sowohl seinen Platz auf dem Feld als auch die richtige Liga und seine Mannschaft gefunden, in der er sich wohl-fühlt. Mit dem CSC 03 Kassel empfängt Frerking am Sonntag ab 15 Uhr auf der Jahnkampfbahn Tabellenführer SG Johannesberg.

„Ich habe meine feste Position in der Innenverteidigung gefunden“, sagt Frerking. Bis zum ersten Jahr bei den Herren spielte er eigentlich immer im Sturm. Baunatals ehemaliger Reserve-Trainer Bernd Bilsing setzte ihn dann aufgrund seiner Zweikampf- und Kopfballstärke zentral in der Viererkette ein. „Ich bin auf dem Platz relativ flexibel“, erzählt der 28-Jährige. „In der Innenverteidigung hat es mir sofort Spaß gemacht. Ich fühlte mich dort gleich wohl.“

In dieser Saison verteidigt der Wilhelmshöher beim CSC 03 neben Jan Iksal. „Lars hat von Jugend beginnend in den letzten Jahren einen riesigen Sprung gemacht“, lobt ihn Co-Trainer Tobias Klöppner. „Er ist jetzt ein richtig gestandener Verbandsliga-Spieler mit Führungsqualitäten.“ Und einer, der keinen Zweikampf scheut. „Er knallt auch mal ordentlich dazwischen.“ Qualitäten, die auch gegen den Spitzenreiter gefragt sein werden.

Aufsteiger Johannesberg ist sensationell seit zehn Partien (neun Siege, ein Remis) ungeschlagen. Sechsmal gewannen die Fuldaer schon mit 1:0. „Wer das erste Tor schießt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Spiel gewinnen“, blickt Frerking voraus. Er setzt dabei auch auf die Stürmer Igor Radisavljevic und Thomas Müller („Die können den Ball gut festmachen.“) sowie auf die schnellen Außen. „Wir spielen zu Hause. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Wir wollen Johannesberg unser Spiel aufdrücken. Individuelle Fehler im Spielaufbau müssen wir aber unbedingt vermeiden, um nicht in Konter zu laufen. Wenn Johannesberg führt, machen sie hinten richtig tief stehend alles dicht.“

Die Fieberkurve zeigt bei den Rothosen nach oben. Zehn von zwölf möglichen Punkten gab es zuletzt. „Wir haben den Saisonstart etwas verpennt, einige Punkte unnötig liegen gelassen, aber auch schon gegen die Topteams Weidenhausen und Eschwege gewonnen“, zieht der Innenverteidiger, der von allen „Ferkel“ gerufen wird, ein Zwischenfazit. Seinen Spitznamen bekam er übrigens einst unabsichtlich durch die HNA verpasst. Ex-Trainer Carsten Lakies war von einem Journalisten nicht richtig verstanden worden. Am nächsten Tag war vom Stürmer Lars Ferkel zu lesen. Inzwischen saustarker Verteidiger beim CSC 03.

Von Sebastian A. Reichert

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