Verbandsliga: Kilian, Heinemann und Bajic sichern 3:1-Erfolg gegen Bad Soden

MFV siegt mit Schmidt-Fanclub

Die Faust der Sieger: Kevin Hermansa (oben) jubelt hier mit Maximilian Lohne (li.) und Henrik Heinemann. Oben rechts zu sehen der Fanclub von Melsungens Kapitän Hendrik Schmidt. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Es ist nicht nachzuweisen, welchen Anteil Oliver Deist, Daniel Opfer, Michael Janusch, Frank Wenderoth und Philip Weißkopf am 3:1 (0:1)-Sieg des Melsunger FV in der Fußball-Verbandsliga über die SG Bad Soden hatten. Zumindest als Glücksbringer taugt das Quintett alle Mal.

Das sind Arbeitskollegen von Hendrik Schmidt, die auf Einladung des MFV-Kapitäns unter den 150 Zuschauern auf der Freundschaftsinsel waren. Und als gute Gäste sorgten sie nicht nur für Stimmung, sondern hatten eigens ein Plakat gebastelt mit der Aufschrift: Henners Fan Club. „Das war schon sehr lässig. Ich wusste davon nichts“, sagte der 23-Jährige freudestrahlend nach dem Spiel.

Dass er und seine Mitspieler derart gut gelaunt vom Platz gehen würden und den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte auf nunmehr sechs Siege nach neun Partien ausbauen würden, war zur Halbzeit nicht absehbar. „Hört auf zu jammern und haltet endlich mal dagegen“, hatte etwa Spielertrainer Sascha Beetz nach 30 Minuten geraunzt. Denn vom Selbstvertrauen der jüngsten Erfolge war lange nichts zu sehen.

Vielmehr war es der spielstarke Aufsteiger, der den Ton angab und die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich entschied. Mit der Folge, dass Tuna Moaremoglu ohne Geleitschutz Bad Soden praktisch mit dem Pausenpfiff in Führung brachte (45.).

Danach rissen sich die Hausherren zusammen. Nick Krug ließ die erste Großchance nach starker Vorarbeit von Hendrik Schmidt, Mario Kilian und Kevin Hermansa noch liegen (47.), ehe es Kilian besser machte. Genauer gesagt genial, denn der Mittelstürmer traf in bester Horst-Hrubesch-Manier nach einer langen Flanke von Henrik Heinemann per Hinterkopf zum 1:1 (51.). Das gab dem MFV Sicherheit. Kilian hätte noch ein Tor geschossen, soll aber im Abseits gestanden haben (60.).

Nichts auszusetzen hatten die Schiedsrichter indes beim 2:1 durch Heinemann, der per Flachschuss eine Kilian-Hereingabe veredelte (81.). Einen großen Auftritt hatten auch die Unparteiischen, die klug nach einem Foulspiel an Kapitän Schmidt auf Vorteil entschieden, so dass Boris Bajic das 3:1 nachlegen konnte (88.). Da kannte der Jubel bei Schmidts kreativen Kollegen keine Grenzen mehr. • MFV: Beetz - Hermansa, H. Schmidt, Ruppert, A. Schmidt - Heinemann, Bajic, Grunewald, Lohne (90. Haas) - Krug (86. Rudolph), Kilian. SG: Gonzalez Garcia - Harmancioglu (76. Zuchowski), Döhring, Albayrak, Özyer - Moaremoglu, Hassler, Purcell (83. Noori) - Kutlu (65. Dietz), Mulfinger, Degermenci. SR: Storch (Trusetal) - Z: 150. Tore: 0:1 Moaremoglu (45.), 1:1 Kilian (51.), 2:1 Heinemann (81.), 3:1 Bajic (88.).

Von Sebastian Schmidt

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