Aufsteiger CSC 03 empfängt zum ersten Heimspiel in der Verbandsliga den SV Neuhof

Sie sind wieder zurück

Torjubel: So wie beim 4:1-Sieg gegen Grebenstein wollen sich die Spieler von Verbandsliga-Aufsteiger CSC 03 Kassel auch beim Heimdebüt in der Verbandsliga gegen Neuhof über einen Treffer freuen. Foto: Malmus/nh

kassel. Nachdem der CSC 03 Kassel nach mehreren Abstiegen innerhalb von 23 Jahren von der dritten Liga bis in die neunte Liga abgerutscht war, kehrt das Jahnstadion als Spielstätte der Rothosen am Sonntag (15 Uhr) auf die Landkarte des überregionalen Fußballs zurück. Die Heimpartie gegen den SV Neuhof ist das erste Verbandsliga-Spiel der 03er seit 26 Jahren.

„Nach langer Durststrecke sind wir wieder da, wo wir von der Historie eigentlich auch mindestens hingehören“, sagt Harry Spohr, in der vergangenen Woche gerade als Vorsitzender wiedergewählt. „Nach den Jahren der Abstinenz ist es besonders für die alten 03er schön, dass wir nun wieder ein Spiel auf Verbandsliganiveau am Kreisel bestreiten“, sagt Trainer Lothar Alexi, der das Team 2013 übernahm und von der Kreisliga A dank dreier Aufstiege in Folge in die sechste Liga führte.

1985 wurde der CSC, der sich in den 1930er Jahren sogar Duelle um die deutsche Meisterschaft mit Schalke 04 lieferte, mit Ex-Nationalspieler Klaus Zaczyk noch Vizemeister in der damaligen Oberliga. 1991 verabschiedeten sich die 03er aus der Landesliga. 2011 folgte gar der Gang in die neuntklassige Kreisliga A.

„Das Spieltempo und die Aggressivität in Ballnähe sind um 20 Prozent höher als in der Gruppenliga“, erklärt Alexi, der vergangenen Samstag mit seinem Team das Auftaktspiel in Willingen 1:3 verlor. Einen „klassischen Fehlstart“ will der CSC-Trainer auf jeden Fall vermeiden. „Mit einem Heimsieg wollen wir wieder in die Spur kommen“, sagte der 60-Jährige, der aber vor einem „schwer bespielbaren Gegner“ warnt, der „mit Haken und Ösen“ agiert.

Bei den 03ern fallen Stefan Sostmann und Recep Ersoy weiter aus. „Gegen Willingen sind wir nur in der zweiten Halbzeit phasenweise in unseren Spielrhythmus gekommen“, sagt Alexi. „Besonders in Drucksituationen müssen wir uns noch steigern.“

Von der Geschichte (Vereinsmotto „Alle Ehre kommt von der Treue“) und auch vom 4000 Zuschauer fassenden Stadion her mit der klubeigenen Haupttribüne würden die Rothosen jedenfalls durchaus noch eine Liga höher gehören. Doch am Kreisel will man es nach der Talfahrt der letzten Jahrzehnte „langsam angehen“, wie Spohr sagt. Sowohl er als auch Trainer Alexi sprechen von einem „einstelligen Tabellenplatz“ als Ziel für diese Saison. Da gilt es den Vorjahres-Elften Neuhof im ersten Verbandsliga-Spiel seit 26 Jahren zu schlagen.

Von Sebastian Reichert

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