Melsunger FV: Entwicklung von Ruppert, Raabe und Michel ist erfreulich

Im Soll - aber nicht mehr

Toller Einsatz: Melsungens Talent Philipp Ruppert (li), der hier den Weg für Boris Bajic (am Ball) vor dem Lehnerzer David Bettendorf frei macht. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Auch in ihrem fünften Jahr in Folge in der Verbandsliga hatten die Fußballer des Melsunger FV nichts mit dem Abstiegskampf zu tun und kämpfen somit nächste Saison mit Hessenliga-Absteiger 1. FC Schwalmstadt um die Nummer eins im Schwalm-Eder-Kreis.

Wunsch und Wirklichkeit

40 Punkte waren das Ziel. Exakt so viele Zähler hat der MFV eingeheimst. Allerdings: Unter Coach Michael Wilhelm, der in der Winterpause gehen musste, holte Melsungen 25 Punkte aus 18 Partien. Unter der Regie seiner Nachfolger Timo Rudolph und Sascha Beetz waren’s noch deren 15 aus 14. „Da wir über Soll lagen, haben wir mit Blick auf kommende Serie viel experimentiert und dadurch Punkte liegen gelassen. Wir wollen variabler agieren und viele Spieler auf mehreren Positionen einsetzen können“, erklärt Beetz.

Licht und Schatten

Mit Verteidiger Phillip Ruppert (26 Spiele/1 Tor), der vom Kreisoberligisten TSV Spangenberg kam, Carlos Michel (13/3), der noch A-Junior war, und Alex Raabe (13/1 nach der Winterpause, kam vom FSV Hohe Luft Hersfeld), haben sich drei Akteure unverhofft aufgedrängt. Ein Manko war, dass nur einmal zwei Siege in Folge gelangen, also keine Serie gestartet wurde. Zudem gab’s wieder Aussetzer im Kollektiv (0:4 in Weidenhausen, 0:3 in Willingen, 1:4 gegen Mengsberg), die schon Vorgänger Peter Wefringhaus zur Weißglut getrieben hatten.

Alt und neu

Die Abgänge von Daniel Frank, Paul Hoim (bleibt Stand-by), Aykut Seker, Niklas Rading und Ibrahim Zahirovic sollten nahezu Eins-zu-eins ausgeglichen werden. Neben Maximilian Lohne (FV FeLoNi) und Sergej Boka (TSV Holzhausen) werden mindestens zwei, vielleicht sogar noch vier weitere Neuzugänge kommen. Taktisch möchte Beetz die Außen mehr einbeziehen und peilt neben mehr Punkten erstmals seit Jahren wieder ein positives Torverhältnis an.

Prognose

Um Beetz, Christoph Grunewald, Boris Bajic, Hendrik Schmidt, Henrik Heinemann, Nick Krug, Mario Kilian und Max Germeroth sind die Bartenwetzer gefestigt genug, um nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. Sollten tatsächlich noch vier (starke) Neue kommen, erscheint ein Rang zwischen dem sechsten und achten Platz realistisch. „Es ist noch viel Potenzial rauszukitzeln“, weiß Beetz.

Von Sebastian Schmidt

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