Verbandsliga: Schwalmstadt kommt im Kellerduell gegen KSV nicht über 0:0 hinaus

Starke Abwehr kein Trost

Schwerer Stand: Schwalmstadts Leon Lindenthal (l.) konnte sich nur selten gegen die KSV Abwehr - hier gegen Jens Wörner - durchsetzen. Foto: Hahn

ziegenhain. Es war ein typisches Null-zu-Null-Spiel. Und es endete 0:0. Denn: Die Hoffnung von Christoph Keim, dem Trainer des 1. FC Schwalmstadt, erfüllte sich nicht. Die Hoffnung auf „die eine Aktion“, die den Patt in der Schlussphase hätte auflösen können und die er selbst mit einem Doppelwechsel in der 79. Minute herauf beschwor. Doch der verpuffte. So musste sich der heimische Fußball-Verbandsligist gegen den KSV Hessen Kassel II mit einem Punkt zufrieden geben, der ihm im Abstiegskampf überhaupt nicht weiter half.

„Eigentlich zu wenig“, wusste auch Mittelfeldmotor Kevin Kutzner, konnte sich aber immerhin darüber freuen, „dass hinten endlich mal wieder die Null stand.“ Dank einer konzentrierten Abwehrleistung und entschlossenen Arbeitens gegen den Ball bereits im Mittelfeld, wo sich die Kontrahenten weitgehend neutralisierten.

Nein, das Schwälmer Problem lag wie schon in den letzten Spielen im Angriff. „Wir hätten einfach mutiger auftreten müssen“, kritisierte der FCS-Coach seine Offensivabteilung. Dabei schien seine Taktik durchaus erfolgversprechend: Schnelles Umschalten bei Balleroberung gegen einen optisch leicht überlegenen Gast und dabei die Spitzen Leon Lindenthal und Ricardo Seck auf die Reise schicken, die sich jedoch im direkten Zweikampf nur selten durchsetzen konnten. Oder, so ihr Trainer, bei den wenigen guten Möglichkeiten im Abschluss „die falschen Entscheidungen trafen“.

Richtig war die von Jakob Gerstung nach einer Herpe-Ecke sofort abzuziehen, nur leider ging der Ball bei seinem 14m-Schuss übers Tor (35.). Auch Patrick Herpe traf nach einem Konter über Alexander Dietz nicht genau genug (41.). Am nächsten dran an der durchaus möglichen Führung war der aufgerückte Fabian Seck, bei dessen Kopfball knapp am langen Eck vorbei Torwart Gorczyca sicherlich machtlos gewesen wäre (43.).

Der musste nach dem Wechsel nur noch einmal - gegen Ricardo Seck (59.) - eingreifen. Sein Kollege Mario Wörmann hatte Glück, als Nedim Pepic bei einem 25m-Freistoß nur den Pfosten traf (66.). Ein recht mauer Ertrag für eine leichte spielerische Überlegenheit, was KSV-Trainer Thorsten Hirdes darauf zurück führte, „dass uns ein echter Stoßstürmer fehlt.“

Fehlen werden ihm im nächsten Spiel auf jeden Fall Niklas Künzel (90.+1, Gelb/Rot) und Jens Wörner (90.+2, Rot), nachdem der Schiedsrichter ein harmloses Gerangel zwischen Kutzner und Marvin Feldmann wohl ziemlich falsch eingeschätzt hatte. Eine Nullnummer, die in der Nachspielzeit noch mal Fahrt aufnahm. Allerdings nicht, weil ein Team mit aller Macht auf die Entscheidung drängte. • Schwalmstadt: Wörmann - Luther, Lerch, F. Seck - Dietz, Gerstung, Kutzner, März (67. Trümner) - Lindenthal (79. Karl), Herpe, R. Seck (79. Suchomel). KSV Hessen: Gorczyca - Rakk, Künzel, Feldmann, Guelsen - Pepic, Busch (70. Ochs), Wörner (75. Choi), Bredow (85. Richter) - Leinhos, Sosa Perez. SR: Euchler (Schlüchtern). Zuschauer: 200.

Von Ralf Ohm

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