Rothosen schlagen Sandershausen nach Steigerung 3:0

Steinhauer führt CSC Kassel zum Derbysieg

War mit seinen Aktionen ein ständiger Unruheherd: CSC-Spieler Florian Steinhauer (links) sorgte vor allem mit seinen Standards für Gefahr bei Sandershausens Defensive mit Bruno Luis.
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War mit seinen Aktionen ein ständiger Unruheherd: CSC-Spieler Florian Steinhauer (links) sorgte vor allem mit seinen Standards für Gefahr bei Sandershausens Defensive mit Bruno Luis.

Derbyjubel beim Großteil der gut 200 Zuschauer an der Jahnstraße: Der CSC 03 bezwingt in der Fußball-Verbandsliga die TSG Sandershausen mit 3:0 (0:0).

Kassel - Die beiden Trainer zogen zu den Halbzeiten ganz unterschiedliche Fazits. „Wir hatten in der ersten Hälfte kein Tempo, kein Durchkommen“, sagte CSC-Trainer Lothar Alexi. Tatsächlich fand der Favorit gegen die Gäste auf dem holprigen Rasen zunächst kein Mittel. Sandershausen machte die Räume eng, war stark in den Zweikämpfen. „Sie haben das richtig gut gemacht“, lobte Alexi den Gegner.

Für die meiste Torgefahr beim CSC sorgte Florian Steinhauer mit seinen scharf getretenen Eckbällen. Zwei davon rauschten durch den Fünfmeterraum, ohne dass einer der Rothosen an ihn herankam (16., 38.).

CSC nach der Pause stärker

Die gefährlichste Aktion hatten die Gäste zu bieten: Kapitän David Altschmied schlug einen Freistoß vor das Tor, dort faustete Torhüter Alexander Bartuli die Flanke per Flugeinlage aus dem Strafraum. TSG-Verteidiger Bruno Luis, der am Sechzehner lauerte, versuchte den abgewehrten Ball per Direktabnahme auf das Tor zu bringen – die Bogenlampe konnte Bartuli aber von der Linie wischen (35.). „Wir müssen aus unseren Chancen etwas machen, dann läuft das Spiel anders“, sagte Sandershausens Trainer Dennis Schanze.

Damit bezog er sich auf Halbzeit zwei. Der CSC kam wie ausgewechselt aus der Kabine und erspielte sich nun deutlich mehr Chancen. Erst schloss Armond Fetahi, der nach einem Zusammenprall in der ersten Hälfte mit dicker Beule unter dem Auge spielte, im Strafraum zu schwach ab (48.). Dann boxte TSG-Torwart Loic John einen Freistoß von Steinhauer aus der Gefahrenzone. Und trotzdem kam der CSC zur Führung. Na klar, nach einem Eckball von Steinhauer. Seine Flanke ließ David Simoneit über den Kopf ins lange Eck rutschen. John flog hinterher, war aber chancenlos (52.).

Fraglicher Elfmeter sorgt für Vorentscheidung

„Bei den Standards war es eine Frage der Zeit, bis da ein Gegentor fällt“, sagte Schanze, der seine Mannschaft aufforderte, weiter nach vorne zu spielen. Erfolglos. Der CSC kombinierte nun deutlich besser über außen und hatte dann das Glück des Tüchtigen. Im Strafraum wurde Innenverteidiger Luis der Ball an den angelegten Arm geschossen, der ansonsten souveräne Schiedsrichter Niklas Rüddenklau entschied dennoch auf Elfmeter. Christian Käthner verwandelte sicher (64.).

„Der Strafstoß war sehr fraglich“, sagte Schanze. Dem stimmten auch Alexi sowie die CSC-Auswechselspieler zu, die sich hinter dem Sandershäuser Tor warm machten.

Die Gäste versuchten noch einmal heranzukommen, liefen so aber in Konter. Den ersten vergaben die Rothosen noch, als Simoneit und Fetahi allein auf das Tor zuliefen, der Querpass aber zu ungenau war (68.). Beim zweiten fiel dann die Entscheidung: Steinhauer legte an der Strafraumkante quer, der eingewechselte Jaroslaw Matys schoss den Ball direkt, hart und platziert zum 3:0 ins Tor.

„Wir haben viel investiert, nach der ersten Hälfte wäre mehr drin gewesen für uns“, sagte Schanze. Sein Gegenüber war zufrieden. „Wir haben uns deutlich gesteigert, mehr gemacht und über außen gespielt. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung“, sagte Alexi.

Von Björn Friedrichs

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