Verbandsliga: Nach unglücklichem Pokal-Aus geht FCS selbstbewusst in die Saison

Stolz und Enttäuschung

Frustriert nach starkem Auftritt: FCS-Angreifer Benedikt Jäckel. Foto: Hahn

Schwalmstadt. Es waren gemischte Gefühle, mit denen die Spieler des 1. FC Schwalmstadt nach dem mit 1:2 verlorenen Pokalkampf gegen Hessenligist TSV Lehnerz den Platz verließen. Zum einen Enttäuschung über die knapp verpasste Sensation. „Lehnerz hat das in der Schlussphase gut gemacht und seine Qualitäten gezeigt, doch insgesamt hatten wir die klareren Chancen“, ärgerte sich Torhüter Mario Wörmann.

Verriet aber auch Stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, die vor dem Saisonauftakt in der Verbandsliga gegen den SC Willingen (So. 15 Uhr Herbert Battenfeld Stadion) nie einen Klassenunterschied erkennen ließ. Dabei glänzte insbesondere Neuzugang Benedikt Jäckel, der die Gäste-Abwehr mit seinen klugen Anspielen in die Spitze immer wieder überraschte. „Es war ein Superspiel von uns, der Gegner war aufgrund seiner Erfahrung am Ende einfach abgezockter“, meinte der höchst agile Angriffer.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Bereits direkt nach dem Schlusspfiff begannen bei Schwalmstadt die ersten Regenerationsmaßnahmen. Unter Anleitung von Co-Trainer Alexej Möller wurde neben dem Auslaufen noch ein Dehnprogramm absolviert. Personell wird sich im Hinblick auf das Willinger Gastspiel nicht viel ändern. Für den nach 25 Minuten wegen seiner wieder aufgebrochenen Verletzung ausgewechselten Steven Preuß stehen mit dem jungen Edgar Klaus und Sefa Cetinkaya zwei Alternativen parat. Der Kapitän selbst wird seine Verletzung erst einmal richtig auskurieren müssen. „Vielleicht habe ich einfach zu früh wieder angefangen, aber ich wollte unbedingt spielen“, gab er sich selbstkritisch.

Außenverteidiger Jan Philipp Trümner fehlt noch die Kraft für volle 90 Minuten, dafür könnte Yannik März von Beginn an auflaufen. Angreifer Jäckel plagt sich mit Leisten- und Oberschenkelbeschwerden herum. „Bis Sonntag geht geht das aber wohl wieder“, sieht der schon gut mit Leon Lindenthal harmonierende Offensivmann seinen Einsatz nicht gefährdet.

Gegen Lehnerz ließ Trainer Harald Hauer wieder mit einem 4-1-4-1-System spielen, bei dem Neuzugang Fatih Celiksoy mit seiner Erfahrung und Übersicht vor der Viererkette das Spiel lenkte. Durchaus möglich, dass der A-Lizenz-Inhaber nun auf zwei Spitzen (Lindenthal und Jäckel) setzt.

„Wir können aus dem Spiel gegen Lehnerz Selbstvertrauen schöpfen“, erklärt der FCS-Coach. In der Hoffnung, dass seine Mannschaft gegen Willingen an diese Leistung anknüpft. Und den ersten Saisonsieg landet.

Von Uwe Fritz-Stuhlmann

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