Darum verspricht Derby zwischen Rothwesten und Schauenburg trotzdem Spannung

Torfabrik trifft Schlusslicht

Sein Einsatz ist mehr als fraglich: Der Rothwestener Andreas Geisler (rechts), hier im Duell mit dem Mengsberger Alexej Möller, droht für das Derby gegen Schauenburg auszufallen. Foto:  Hahn/nh

Rothwesten. Die Überflieger empfangen das Schlusslicht, TSV Rothwesten gegen Aufsteiger SG Schauenburg – die letzten drei Spiele der beiden Fußball-Hessenligisten zugrunde nehmend, müssten die Fuldataler die Partie des 13. Spieltags am Sonntag (15 Uhr, Bergstadion) etwa 6:0 oder 7:1 gewinnen. Warum könnte es dennoch ein spannendes, packendes Derby werden?

DER BLAMAGE-FAKTOR

5:0, 7:1 und 8:2 gewann der TSV seine letzten drei Spiele. Fast alle rechnen mit einem deutlichen Sieg gegen den Tabellenletzten. „Alle Indikatoren sprechen für uns – das ist die große Gefahr. Wir werden den Gegner aber nicht unterschätzen“, sagt Rothwestens Trainer Gerhard Siewert.

DIE TRAINER-BILANZ

Jurek Förster ist mit der SG Schauenburg noch ungeschlagen im Bergstadion. Das letzte Duell in Rothwesten gewannen die Lila-Weißen 1:0 – es war die erste (von am Ende zwei) Saisonniederlage(n), die der damals favorisierte TSV in seiner Aufstiegssaison zu Hause kassierte. Auch in dieser Runde sind die Fuldataler im Bergstadion ungeschlagen.

DAS TORHÜTER-DUELL

Viele Beobachter sagen, dass sich Rothwestens Christoph Herbst derzeit in der Form seines Lebens befindet. Seltener als der 30-Jährige (13 Gegentore) hat bislang kein anderer Schlussmann der Liga hinter sich greifen müssen. Auf der anderen Seite ist Daniel Hischemöller ebenfalls ein absoluter Leistungsträger seines Teams. Der reflexstarke, mitspielende SG-Torwart hat den Vorteil, in jedem Spiel mehrfach im Brennpunkt gestanden zu haben.

DIE ERGEBNISSE

Schauenburg führte gegen Willingen bis 20 Minuten vor Schluss 1:0, hatte die große Chance zum 2:0 – verlor am Ende aber 1:2. Rothwestens Keeper parierte beim Stand von 0:0 gegen Willingen einen Elfmeter – der TSV gewann am Ende 7:1. Nachdem Korbach auf 2:5 verkürzt hatte, versiebte das Team um Christoph Osterhold eine Minute später die Riesenchance zum 3:5 – nach 90 Minuten stand es 8:2 für die Fuldataler.

DIE PERSONELLE SITUATION

Bei Rothwesten ist der Einsatz von Andreas Geisler mehr als fraglich. Der Stürmer, der in den letzten drei Spielen siebenmal traf, knickte im Training am Mittwoch um. Zudem fallen neben Abwehrchef Viktor Schan und Kapitän Ullrich Siewert noch Matthias Berthel und Alexander George aus. Die beiden treffsichersten SG-Spieler, Jan-Philipp Schmidt und Hendrik Bestmann, werden hingegen bei den Gästen an Bord sein.

DIE DERBY-SITUATION

Ihr vielleicht bestes Spiel machten die Vereinigten bisher beim 2:2 gegen den KSV Hessen Kassel II, der zu der Zeit Dritter war. Rothwesten rangiert gerade auf dem siebten Platz. „Viele Jungs kennen sich unter einander“, sagt Schauenburgs Trainer Jurek Förster. „Wir sind natürlich gewarnt vor der Rothwestener Offensive.“

Von Sebastian A. Reichert

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