Rupperts erster Treffer im MFV-Trikot – Nick Krug mit Gefühl und Übersicht

Traumtore und ein 3:2-Sieg

Torschütze zum 2:0: Der Melsunger Nick Krug (r.), der hier den Ball vor Julian Wehner (SVA) abschirmt. Foto: Hahn

Melsungen. Warum einfach, wenn‘s auch kompliziert bzw. filigran geht? Warum klar herausgespielte Chancen kompromisslos nutzen, wenn eine Mannschaft noch einige Geniestreiche auf Lager hat?

Warum nicht, wenn allein die Tore von Philipp Ruppert und Nick Krug das Eintrittsgeld wert und die Grundlage von Melsungens 3:2 (2:0)-Erfolg gegen den SVA Bad Hersfeld in der Verbandsliga Nord waren.

„Mir blieb nichts anderes übrig“, entschuldigte sich Innenverteidiger Ruppert fast für seinen ersten Treffer im MFV-Trikot. Denn der Defensivmann stand nach Raabes formidabler Vorarbeit mit dem Rücken zum Tor, löste diese Situation aber auf traumhafte Weise, als sich das Leder aus 14 Metern über Torwart Panthen hinweg zum 1:0 (29.) ins Netz senkte. Für seinen Trainer Sascha Beetz das „Tor des Monats“.

Ein Prädikat, dass auch Krugs Einzelleistung verdient gehabt hätte. Der Melsunger Stürmer setzte sich an der Strafraumgrenze gegen Christoph Wiegand durch und hatte dann noch die Muße, den Ball halbhoch ins lange Ecke zu schlenzen (32.). Zwei Kabinettstückchen, die ausgerechnet in einer Phase fielen, als der Angriffselan der furios gestarteten Gastgeber zu erlahmen drohte. Weil trotz klarer Überlegenheit und hochkarätigen Tormöglichkeiten durch Boris Bajic (3.), Alexander Raabe (15.), Philipp Ruppert (20.) sowie Mario Kilian (22.) der krönende Abschluss, die Belohnung für die sehenswerten Offensivbemühungen, auf sich warten ließ.

„Nach diesen Traumtoren haben wir den Faden verloren“, gestand SVA-Trainer Fabian Kalleen. Doch seine Mannschaft, vor dem Wechsel fast ohne Zugriff, kam nochmal zurück. Roger Domachowski leitete mit seinem 18m-Schuss, den Sascha Beetz parierte (49.) eine Drangperiode ein, aus der sich die Bartenwetzer nach Schuchs Volleyschuss (71.) erneut kunstvoll befreiten.

Mit einem Konter fürs Lehrbuch: Mario Kilian schickt den eingewechselten Heinemann, der bis zur Grundlinie durchstößt und Carlos Michel am zweiten Pfosten so mustergültig bedient, dass der A-Jugendliche nur noch einzuköpfen brauchte - 3:0 (76.). Das war die Entscheidung, auch wenn die Moral bewiesen. Und durch Sebastian Schuch (80., 89.) verkürzten. Ohne dass der MFV-Sieg noch in Gefahr geriet. Einer, dank seiner Traumtore, mit Erinnerungswert. • Melsungen: Beetz - Zahirovic, Ruppert, Schmidt, Germeroth - Bajic, Grunewald, Raabe (77. Rudolph) - Kilian - Michel (88. Hoim), Krug (69. Heinemann). Bad Hersfeld: Panthen - Schreiber, Pannek, Wiegand, Schäfer - Wehner, Ewald (60. Müller-Siebert, Ullrich, Kurz - Domachowski (75. Ludwig), Schuch. SR: Rübe (Kassel). - Z. 100. Tore: 1:0 Ruppert (29.), 2:0 Krug (32.), 3:0 Michel (76.), 3:1 Schuch (80.), 3:2 Schuch (89.).

Von Ralf Ohm

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