BC Sport hofft vor heutigem Derby gegen KSV Hessen II noch auf den Klassenerhalt

Trotz allem nicht am Ende

Auf die Zweikämpfe kommt es an: Wie schon im Hinspiel könnten sich die Wege von Murat Osmanoglu vom KSV Hessen (in Rot) und Moritz Murawski, dem Kapitän der Sportianer, auch am heutigen Abend kreuzen. Foto: Fischer/nh

Kassel. Einiges beim BC Sport deutete auf Auflösungserscheinungen hin. Seit Saisonbeginn setzte der Fußball-Verbandsligist sage und schreibe 45 Spieler ein, die Fluktuation ist immens. Immer wieder mussten und müssen Kicker aus der zweiten und dritten Mannschaft aushelfen. So fehlten am vergangenen Samstag gegen Bad Hersfeld 17 Spieler, sei es wegen Verletzungen, Sperren oder aus beruflichen Gründen. Zudem kehrten einige dem Verein den Rücken.

Regelmäßig erreichten Wolfgang Zientek Absagen der Spieler noch wenige Stunden vor dem Anpfiff. Der Trainer war also auch als Improvisationstalent gefordert und fand immer wieder überraschende Lösungen. Mal zauberte er den früheren Torjäger Özkan Oygur aus dem Hut, mal den 48-jährigen 2. Vorsitzenden Jörg Springer.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Sportianer trotz aller Schwierigkeiten den Kampf um den Klassenerhalt nicht aufgeben und mit Besetzungen, die nicht immer Verbandsliga-tauglich scheinen, zuletzt sogar wieder punkteten. Dabei machten Spieler wie Daniel Djukic, David Saiti, Karim Rahmoun, Fataou El Hadj Sani von sich reden, die aus der zweiten oder gar dritten Mannschaft heraus den Sprung in die erste bewältigen mussten. Oder auch Angreifer Abdullah Al-Omari, der zuverlässig traf.

„Es ist erstaunlich, dass die Spieler das ohne Murren mitmachen wie etwa Moritz Murawski, der ständig auf anderen Positionen spielen muss“, erkennt Zientek den Willen der verbliebenen Akteure an. „Von ihnen will bestimmt keiner absteigen. Sie geben nicht auf“, weiß der Trainer. Unbefriedigend sind die gegebenen Bedingungen aber auch für ihn selbst: „Kontinuierliche Arbeit ist nicht möglich, weil stets eine andere Mannschaft auf dem Platz steht.“

Ungewiss ist daher auch, welche Elf Zientek am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr, Sportplatz Scharnhorststraße) gegen die U 23 des KSV Hessen auf den Platz schickt. Mit einem Sieg würden die Gastgeber mit dem KSV Baunatal II auf dem ersten Nichtabstiegsplatz gleichziehen. Nicht nur deshalb sollten sich die Junglöwen auf einen hochmotivierten Gegner einstellen. Schließlich möchte es Zientek seinem früheren Arbeitgeber nur zu gern zeigen. Der im Mittelfeld platzierte KSV seinerseits möchte sich den Groll über die unnötige 1:2-Niederlage in Weidenhausen von der Seele schießen. Foto:  nh

Von Wolfgang Bauscher

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