Auftakt in der Verbandsliga

Aufsteiger TSG Sandershausen landet zum Einstand gleich einen Coup

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Schneller am Ball: Felix Bredow von der TSG Sandershausen (rechts) gewinnt einen Zweikampf gegen den Johannesberger Eric Stephane Kengni Fotsing.

Niestetal. Aufsteiger TSG Sandershausen hat am ersten Spieltag der Fußball-Verbandsliga gleich einen Coup gelandet und die hochgehandelte SG Johannesberg 2:0 besiegt.

Welch ein Auftakt für die TSG Sandershausen: Der Aufsteiger hat bei seiner Premiere in der Fußball-Verbandsliga einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg gefeiert – und nicht gegen irgendwen. Die Niestetaler hatten die hochgehandelte SG Johannesberg zu Gast. „Wir wollten den Favoriten ärgern und haben das taktisch sehr gut gemacht“, fasste TSG-Trainer Friedhelm Janusch den famosen Einstand zusammen, der dank der Treffer von Justin Schumann (40. Minute) und Felix Bredow (90.) zustande kam.

Wobei das Verb ärgern nur annähernd beschreibt, wie sich die Gastgeber vor 300 Zuschauern präsentierten. Sie nahmen die Zweikämpfe an, waren giftig und ließen über die gesamte Spielzeit nicht eine hochkarätige Chance der Gäste aus der Fuldaer Vorstadt zu. „Die Basis für den Erfolg war die Defensive. Das war absolut gut“, sagte Janusch. Bereits nach wenigen Minuten wirkte der Favorit genervt. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich Eric Stephane Kengni Fotsing zu einer Tätlichkeit gegen Sandershausens Christopher Minne hatte hinreißen lassen (20.). Der souveräne Schiedsrichter Sascha Bauer zeigte dem Johannesberger die Rote Karte.

Angesichts der drückenden Hitze spielte dieser Platzverweis dem Aufsteiger natürlich in die Karten. „Die waren aber immer noch bockstark und hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz“, sagte Torschütze Bredow. Die TSG agierte weiter diszipliniert, zwang den Gegner zu Fehlern und nutzte die sich bietenden Räume. Vor allem in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit trugen die Niestetaler sehenswerte Angriffe vor. Nur ein Treffer wollte nicht gelingen.

Das änderte sich in der 40. Minute, als Innenverteidiger Schumann nach einer Ecke von Bredow mit dem Kopf zur Stelle war und die Führung erzielte. Bezeichnend für den Auftritt der TSG war die Vorgeschichte zu diesem Eckball. Der sprang nämlich dank eines aggressiven Pressings heraus. SG-Verteidiger Mihai Moise hätte um ein Haar ein Eigentor fabriziert.

Logisch, dass die Gäste nach der Pause alles nach vorn warfen. Doch der Liga-Neuling hielt aufopferungsvoll dagegen, „und wir hätten nach dem einen oder anderen Konter schon früher den Sack zumachen können. Wichtig aber ist, dass wir die Null gehalten haben“, bilanzierte Bredow. Der quirlige Spielmacher schloss nach Vorarbeit von Sascha Hebold in der Nachspielzeit höchstpersönlich einen blitzsauberen Gegenstoß zum umjubelten 2:0-Endstand ab.

Damit hat die TSG gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Alle hätten auf den Start hingefiebert, ergänzte Bredow. Für das Schlusswort sorgte allerdings der Premieren-Torschütze Schumann. Der sagte: „Auf jeden Fall sind wir gut in der Liga angekommen.“

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