Abschied aus dem Tabellenkeller für den SV Türkgücü

Türkgücü feiert erste Punkte: Nordstadtklub besiegt Melsungen 2:1

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Auf Tuchfühlung: Türkgücüs Enver Maslak (vorn) wird vom Melsunger Marvin Urban attackiert.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff feierten sie ihren ersten Saisonsieg wie eine Meisterschaft. Die Spieler des SV Türkgücü tanzten ausgelassen auf dem Rasen des heimischen Nordstadtstadions.

Das bisherige Verbandsliga-Schlusslicht hatte im Kellerduell den Melsunger FV mit 2:1 (1:1) besiegt und damit die Rote Laterne an die Bartenwetzer weitergereicht.

Es war ein verdienter Sieg, bei dem die Mannschaft von Trainer Hüseyin Üstün zunächst Glück, dann Pech und schließlich wieder Glück hatte. Glücklich war die frühe Führung, denn der Elfmeter, den Emre Bicer in der achten Minute verwandelte, war unberechtigt, weil Enver Maslak über den am Boden liegenden Melsunger Marvin Urban gestolpert war. Gepaart mit einer gehörigen Portion Unvermögen hatte dann Maslak Pech, als er innerhalb von sechs Minuten drei Riesenchancen versiebte. Und das Glück der Tüchtigen hatten Üstüns Spieler, weil vier Minuten vor dem Schlusspfiff doch noch der Siegtreffer fiel. Onur Büyükata überwand Melsungens Torwart Luca Graf mit einem platzierten 20- Meter-Schuss.

Verdient war der Sieg auch aufgrund der Überlegenheit in der ersten Halbzeit. In jenen 45 Minuten waren die Gastgeber durchweg die bessere Mannschaft, sodass der 1:1-Zwischenstand den Gästen durchaus schmeichelte. Auch in dieser Phase machte sich der Einsatz von Alibrahim Semoski in der Innenverteidigung positiv bemerkbar. Der schon 38-jährige Co-Trainer dirigierte seine Abwehr effektiv und lautstark. „Das hatte uns bisher gefehlt“, sagte Üstün, der in der ersten Halbzeit aber auch mit seinen anderen Spielern zufrieden war und nur die Fahrlässigkeit beim Umgang mit den Torchancen bemängelte.

Allerdings änderte sich das Spielgeschehen nach dem Wechsel. Melsungens Trainer Peter Wefringhaus brachte mit Niklas Rading, Leon Koch und Niklas Müller drei frische Kräfte, die mehr für die Offensive taten. Und in der 84. Minute wäre der SV Türkgücü beinahe mit 1:2 in Rückstand geraten, aber Rading versagte im Abschluss genauso wie zuvor Maslak auf der anderen Seite.

Üstün war erleichtert. „Das war gut für die Moral“, sagte der Trainer, der zudem vom „Abenteuer Verbandsliga“ sprach. Soll heißen, dass sich seine Mannschaft auch von längeren Misserfolgsserien nicht entmutigen lässt, sondern jedes Spiel genießt und jeden Sieg feiert, als hätte sie eine Meisterschaft gewonnen.

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