Übles Rot und nettes Gelb

Auffälligkeiten in der Fußball-Verbandsliga: Toller Einstand, schwere Verletzungen

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Unaufhaltsam: Zug zum Tor und Durchsetzungsfähigkeit wie hier beim Söhre-Cup gegen Felix Appel (links) von der Reserve des KSV Hessen bewies Maximilian Werner, Neuzugang des CSC 03 Kassel, auch am Sonntag im Verbandsliga-Duell beim FC Eichenzell. 

Kassel. Glück und Unglück lagen bei den heimischen Fußball-Verbandsligisten am Wochenende dicht beieinander. 

Die Auffälligkeiten:

Werners toller Einstand

In elf Hessenligaeinsätzen der vergangenen Saison hatte Maximilian Werner für den KSV Baunatal einmal getroffen. Beim Einstand für Verbandsligist CSC 03, seinem neuen Verein, verdoppelte der Angreifer diese Quote. Bereits nach einer halben Minute traf der 22-Jährige zum 1:0 in Eichenzell. Auch das 3:1 (12.) ging auf sein Konto. „Wir hatten nicht abgesprochen, den Gegner so zu überrumpeln. Das hat sich so ergeben“, kommentierte Werner den Blitztreffer nach Querpass von David Simoneit. Und beim 3:1 spekulierte er darauf, dass die gegnerischen Verteidiger einen weiten Schlag aus der 03er-Abwehr falsch berechnen würden. Werner

lag damit richtig und hatte freie Bahn. Der CSC gewann am Ende 4:1.

Löbel und die Gelbe Karte

Meist sind Fußballer sauer, wenn der Schiri ihnen Gelb zeigt. Nicht so Christopher Löbel. Für ein taktisches Foul wurde der 29-Jährige im Verbandsligaspiel mit Eintracht Baunatal gegen Willingen von Marcus Rolbetzki wegen eines taktischen Fouls verwarnt. Löbel nahm es gelassen, den Unparteiischen in den Arm, dann gingen beide grinsend davon. Was die Heiterkeit ausgelöst hatte? „Ich habe ihm gesagt, dass die Karte in Ordnung geht. Und das ich sie schon vorher wegen des gleichen Fouls verdient gehabt hätte.“

Zwei im Krankenhaus

Für zwei Spieler endete der Spieltag im Krankenhaus. Alexander Bayer hatte sich im Zweikampf um die Nachfolge von Tobias Schlöffel gegen Konkurrent Max Annemüller durchgesetzt und avancierte unter dem neuen Trainer Jörg Müller zur Nummer eins im Tor von Verbandsligist OSC Vellmar.

Am Sonntag beim Spiel in Dörnberg musste der 24-Jährige bei einem Abwehrversuch Kopf und Kragen riskieren und verletzte sich prompt schwer (9.). Mit einem Rettungswagen wurde er in ein Kasseler Krankenhaus transportiert. Der Verdacht auf Rippenbruch bestätigte sich nach einer Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus glücklicherweise nicht. Bayer konnte gestern früh die Klinik wieder verlassen und hofft nun, die Rippenprellung rasch auszukurieren und seinem Klub schneller als befürchtet wieder zur Verfügung zu stehen.

Schlimmer erwischte es dagegen Gianluca Maresca. Der 26 Jahre alte Außenverteidiger von Verbandsligist CSC 03 Kassel verletzte sich beim Spiel in Eichenzell ebenfalls in einem Zweikampf nach knapp einer halben Stunde schwer und wurde in ein Fuldaer Krankenhaus eingeliefert.

Noch am Sonntagabend wurde ein Schien- und Wadenbeinbruch diagnostiziert und umgehend operiert. „Der erste Schock ist heute früh überwunden, doch an Fußballspielen ist wohl für lange Zeit nicht zu denken“, sagte Vater Domenico Maresca, Co-Trainer des Verbandsligisten SV Kaufungen. Maresca wird nun mindestens erst einmal zehn Tage das Krankenhausbett in Fulda hüten müssen.

Rot für Rühlmann

Früher war der Sandershäuser Stürmer Tobias Rühlmann als Hitzkopf bekannt. In den vergangenen zwei Jahren wirkte der Doktorand eher besonnen und konzentrierte sich auf das Toreschießen. Damit ist er gut gefahren. Immerhin holte sich der 34-Jährige mit 33 Treffern die Torjägerkrone der Gruppenliga, Gruppe 2, und trug großen Anteil am Aufstieg seiner Mannschaft.

Am Sonntag beim 2:2 im Aufsteigerduell gegen den Tuspo Grebenstein konnte er llerdings nicht an sich halten und verpasste einem Gegenspieler in der Nachspielzeit eine Kopfnuss. Dem Schiedsrichter blieb keine andere Wahl, als Rühlmann wegen Tätlichkeit umgehend vom Platz zu stellen. „Tobi wird uns sicher sechs Spiele fehlen“, sagte TSG-Trainer Friedhelm Janusch, „damit hat er sich und der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen.“ 

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