Überraschung im Verbandsliga-Derbys: CSC 03 Kassel siegt 3:1 

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Diese zwei schenkten sich nichts: Sandershausens Christopher Minne (hinten) und CSC-Stürmer Maximilian Werner. 

Bis sechs Minuten vor Ende des Derbys zwischen CSC 03 Kassel und TSG Sandershausen sah alles nach der Wiederholung des Derby-Erfolgs aus der Hinrunde aus. Doch dann drehten die Kasseler das Spiel. 

Bis dahin führte der Niestetaler-Aufsteiger nicht unverdient mit 1:0. Dann aber schlugen die Gastgeber an der heimischen Jahnstraße gnadenlos zu und drehten innerhalb von zehn Minuten die Begegnung. Schließlich siegte die Mannschaft von Trainer Lothar Alexi 3:1.

Eigentlich ging es in der Partie der beiden Kontrahenten im Vorfeld nur noch darum, welches Team am Ende aus heimischer Sicht das Bestplatzierte ist – also nur reine Statistik. Davon allerdings war wenig zu spüren, die personell stark dezimierten Mannschaften schenkten sich über die gesamte Spielzeit nichts, teilweise wurden Zweikämpfe am Rande der Fairness geführt. Kein Problem, am Ende reichten sich die Streithähne die Hände, und alles war gut.

„Wir haben es nicht verstanden, uns vor der Pause Vorteile zu erspielen“, bemängelte CSC-Trainer Lothar Alexi die Einfallslosigkeit seiner Mannschaft. Das 0:1 mit dem Pausenpfiff durch Tobias Rühlmann spielte dem Trainer für seine Pausenansprache in die Karten. Vor der Pause zeigten die Gäste das durchdachtere Spiel, ohne sich großartig Torchancen zu erspielen. Die Gastgeber hatten nur eine Möglichkeit, als TSG-Torhüter Maik De Coster einen Werner-Schuss nach vorn abprallen ließ, die 03er aber nicht energisch genug nachsetzten (39.).

Nach der Pause wurde die Partie mit großer Verbissenheit weitergeführt. Nach gut einer Stunde fast das 0:2, als Torhüter Lukas Rudolph eine Rückgabe von Bilal Azizi von der eigenen Torlinie kratzte.

In den letzten Minuten einer ansonsten unspektakulären Begegnung wurde es doch noch aufregend. Erst gelang dem lange Verletzten Felix Steinhauer bei seinem Comeback der 1:1-Ausgleich (84.). Nur drei Minuten später erhöhte Lars Frerking auf 2:1, damit war ein Spiel gedreht, dass lange so recht nicht in Schwung kommen wollte.

Nun war Rudolph im Tor der Gastgeber gefordert: Erst zeigte er eine Glanztat nach einem Schuss von Zakariae El Jamouhi (90.+1), dann holte er einen Kopfball von Bruno Luis mit einer Riesenparade aus dem Winkel. Im Gegenzug machte Maximilian Werner nach Vorarbeit von Steinhauer den vielumjubelten Sieg perfekt (90.+4).

Sandershausens Trainer Friedhelm Janusch wollte seiner Mannschaft keine Vorwürfe wegen der Pleite machen und sagte: „Wir haben lange Zeit gut mitgehalten, letztlich unsere Chancen zu einer höheren Führung aber nicht genutzt.“

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