Verbandsliga: Wolf bringt FCS in Führung, doch die hält nicht

Unglücksrabe Gerstung

Holte einen Punkt gegen Weidenhausen: Schwalmstadts Ricardo Seck (links) hier gegen Jan Gonnermann. Foto: Hahn

Schwalmstadt. Das war ein Schritt zurück! Der 1. FC Schwalmstadt kam gegen den SV Adler Weidenhausen in der Fußball-Verbandsliga nur zu einem 1:1 (1:1). Dabei gab es nur in der ersten Halbzeit viel fürs Auge.

Fünf Minuten waren gespielt, als Sefa Cetinkaya klug einen SV-Abwehrspieler nachsetzte und dieser sich nur mit einem Rückpass behelfen konnte. Torwart Johannes Klotzsch nahm den Ball in die Hand. Die Folge: Indirekter Freistoß im Strafraum aus fünf Metern Entfernung. Der Pass kommt zu Jan Henrik Wolf, der den Ball humorlos zum 1:0 einschweißt. Bis dahin zeigte der FCS auch die reifere Spielanlage, ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen. In der Folge passierte aber nichts mehr beim Gastgeber.

„Mir hat von Beginn an die Einstellung gefehlt. Die Mannschaft hat den Gegner auf die leichte Schulter genommen“, ärgerte sich FCS-Trainer Hans Schweigert. Er sollte recht behalten. Immer wieder kam der Verbandsliga-Spitzenreiter einen Schritt zu spät, verursachte so etliche Freistöße und Ecken. Das wäre in der 14. Minute fast schief gegangen, als Sacir Nikocevic an einer Flanke nach Ecke vorbei segelte und der Schuss erst auf der Linie geklärt wurde. Weidenhausens Stürmer Soohoon Kim bekam nach einem Freistoß aus dem Halbfeld den Ball, verzog aber völlig freistehend im Strafraum (22.).

Dann fiel aber das verdiente 1:1. Toptorjäger Sören Gonnermann tankte sich durch den Strafraum und steckte in die Mitte durch. Dort riss Jakob Gerstung seinen Gegenspieler Kim um. Rote Karte für den Sechser und Elfmeter für die Gäste. Gerbig lief an, Nikocevic lenkte den Ball noch an den Innenpfosten, von wo der Ball doch noch ins Tor trudelte (25.).

Mit einem Mann weniger auf dem Feld fiel der Schweigert-Elf bis zur Pause nicht mehr viel ein. Erst Andre Meier brachte nach dem Seitenwechsel wieder etwas Struktur ins Spiel. Weidenhausen hingegen schien sich über den sicher erscheinenden Punktgewinn zu freuen und spielte auch nicht mehr nach vorne. „Das Remis ging dann schon in Ordnung. Bei uns hat der letzte Zug gefehlt. Kämpferisch war das von uns enttäuschend“, sagte Schweigert. • FCS: Nikocevic - Lutz, F. Seck, Lerch, Liebermann - Gerstung - Cetinkaya, Preuß (86. Huber), R. Seck - Wolf (65. Lindenthal) - Erdem (46. Meier) Weidenhausen: Klotzsch - Orschel, J. Gonnermann, Hammer, Nguyen - Gerbig (82. Schäfer), Baumbach, T. Gonnermann, Pfliegner (67. Löffler) - S. Gonnermann, Kim SR: Betz (Bad Soden-Allendorf) - Z. 100 Tore: 1:0 Wolf (5.), 1:1 Gerbig (25. Foulelfmeter) Rote Karte: Gerstung (25./Notbremse)

Von Daniel Schneider

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