Verbandsliga:

1. FC Schwalmstadt ist zum Siegen beim OSC Vellmar verdammt

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Banger Blick: Patrick Herpe und der 1. FC Schwalmstadt müssen sich deutlich steigern, um in Vellmar gewinnen zu können. Ansonsten dreht der erste Absturz des Vereins in die Gruppenliga.

Sieg oder Gruppenliga: Der 1. FC Schwalmstadt ist am Samstag (15 Uhr) in der Verbandsliga-Partie beim OSC Vellmar zu drei Punkten verdammt. Ansonsten droht dem 2003 aus ESV Jahn Treysa und TuSpo Ziegenhain gegründeten Fußball-Club bereits an diesem Wochenende der historische Absturz.

Feuer, Eifer, Leidenschaft: Attribute, die FCS-Coach Atilla Güven sich und seinen Schützlingen für das letzte Auswärtsspiel dieser Saison auf die Fahne geschrieben hat. Drei Eigenschaften, die fast allen bei der 0:2-Niederlage gegen CSC 03 Kassel besonders in der aus Schwälmer Sicht fürchterlichen zweiten Halbzeit abgingen.

Den Lösungsansatz sieht Güven nicht im taktischen oder spielerischen Bereich, sondern im pädagogischen. „Vorwürfe bringen uns nicht weiter. Jeder muss gucken, wie er dem Team helfen kann – und nicht nach Fehlern bei den anderen suchen“, betont der Lehrer. Natürlich wurmt den Coach, „dass wir in den letzten fünf Spielen 20 Chancen liegen gelassen haben.“ Mindestens genau so schlimm waren aus seiner Sicht das (teilweise nicht vorhandene) Rückzugsverhalten, miese Pässe selbst von erfahrenen Spielern, schwache Zweikämpfe und das viel zu frühe Resignieren.

Nicht leichter wird die Situation dadurch, dass den Gästen weitere Ausfälle zu den Langzeitverletzten drohen. Paul Hohmann und Daniel Petersohn müssen grippegeschwächt und mit Fieber passen. Zumindest etwas Hoffnung besteht beim ebenfalls angeschlagenen Ricardo Seck. Wegen muskulären Beschwerden könnte Jan Niklas Brandner ausfallen. Hinzu kommt maximal Maximilian Schuch, der nach einer Zerrung am Montag ins Lauftraining zurückgekehrt ist. Alternativ rücken Janne Paul Suchomel, Lukas Ide und Janik Herndl aus der zweiten Garde in den Fokus.

Melnarowicz von Körle nach Vellmar

Immerhin: Schwalmstadt kennt das Gefühl, Vellmar zu besiegen. Im Hinspiel sicherten Alexander Fey mit seinem ersten Doppelpack in der Verbandsliga und Leon Lindenthal einen 3:1-Sieg gegen den Hessenliga-Absteiger. Doch seitdem hat sich in Vellmar einiges geändert: „Am Anfang haben wir Lehrgeld bezahlt, weil wir unsere Gegner fußballerisch aushebeln wollten. Jetzt stimmt die Mentalität und wir haben noch richtig Spaß an der Saison“, betont Jörg Müller. Vellmars Trainer ist mit seinem Team um Torjäger Serkan Aytemür, der während der Hinrunde aus Lohfelden kam, und Routinier Enes Glogic als Dreh- und Angelpunkt seit sechs Spielen ungeschlagen. Ein Ausrufezeichen war vor allem das jüngste 8:0 in Eschwege.

Im Vergleich dazu hat Müller das gleiche Personal zur Verfügung und bastelt fleißig am Team für die neue Serie. Der Kader bleibt weitgehend zusammen und wird neben Torhüter Sebastian Nödel (Melsunger FV) mit Sturm-Tank Thomas Melnarowicz (FC Körle) verstärkt. Auf der Gegenseite ruhen indes mögliche Transfers. Auch hierfür wäre ein Sieg nämlich verdammt wichtig.

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