Sonntag Spiel bei CSC 03 Kassel

Verbandsliga: Die allerletzte Chance für den 1. FC Schwalmstadt

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Wer gibt dem Spiel seiner Mannschaft mehr Impulse? Schwalmstadts Patrick Herpe (links) oder der CSCer Christoph Reuter, die sich hier einen Luftkampf um den Ball liefern.  

Schwalmstadt/Kassel. Nein, Floskeln sind seine Sache nicht. Atilla Güven, Trainer des 1. FC Schwalmstadt, spricht lieber Klartext, analysiert ohne zu vertuschen oder unrealistische Zukunftsbilder zu entwerfen.

Doch zwei Tage vor Saisonende ertappt sich auch der Schwälmer Fußball-Lehrer dabei, auf eine Binsenweisheit zurückzugreifen: „Solange wir rechnerisch noch nicht abgestiegen sind, ist noch alles möglich.“

Also auch der Klassenerhalt, obwohl die (vermutlich) letzte Chance beim 3:3 gegen den Mitkonkurrenten Dörnberg verpasst wurde. Nun folgt die „allerletzte“ beim Gastspiel beim CSC 03 Kassel (So. 15 Uhr Rasenplatz Unterneustadt).

„Dort gewinnen und dann doch noch mal auf ein kleines Wunder hoffen“, beschreibt Innenverteidiger Fabian Seck die Devise seines Teams, das sich zwei Spieltage vor Schluss noch mal eingeschworen hat, um die abstiegsbedrohte Konkurrenz „zumindest unter Druck zu setzen“ (Fabian Seck).

Dazu kann der Gast vielleicht sogar auf seine Bestbesetzung zurückgreifen. Denn: Peter Liebermann und Jan Niklas Brandner kehren in den Kader zurück, allerdings sind Leon Lindenthal und Jan Philipp Trümner angeschlagen. Trotzdem plant der FCS-Coach mit zwei Spitzen, will, wenn nötig, Leonard Freund als Sturmkollege von Brian Mitchell nach vorne ziehen.

Dahinter soll ein Fünfer- oder ein Vierer-Mittelfeld für Druck nach vorn und Stabilität nach hinten sorgen. „Wir müssen permanent in Blöcken angreifen und verteidigen“, setzt Atilla Güven auf die zuletzt gerade in Drucksituationen vermisste Kompaktheit mit möglichst geringen Abständen zwischen den Mannschaftsteilen.

CSC mit Personalsorgen

Außerdem tabu: individuelle Fehler, die eine abgezockte Mannschaft wie CSC 03 trotz Personalnot immer zu nutzten weiß. Auch „ohne Sechs“ standen beim letzten Spiel in Neuhof (1:4) noch sieben Akteure mit Hessenliga- bzw. Regionalligaerfahrung auf dem Feld. Gegen Schwalmstadt kehren Sven Pape und Michael Dawid in den Kader zurück, dafür fällt „Sechser“ Florian Steinheuer (beruflich verhindert) aus. 

„Ich sehne die Sommerpause herbei“, sagt Trainer Lothar Alexi, will aber das letzte Heimspiel unbedingt gewinnen. „Die gehen personell auf dem Zahnfleisch“, weiß sein Kollege, aber auch, „dass man diese Mannschaft mit ihrem großen spielerischen Potenzial nie abschreiben darf.“

Besondere Gefahr geht vom Ex-Lohfeldener Christoph Reuter aus, der mit seinen Diagonalpässen immer wieder die schnellen Karim Kouay und Jaroslav Matys einzusetzen weiß. Im Zentrum besticht Thomas Müller durch seine Torgefährlichkeit (14 Treffer) genauso wie dahinter der „Zehner“ Christian Käthner (13).

Kein Zweifel also, dass es einer richtig guten Leistung der Schwälmer bedarf, um die allerletzte Chance zu nutzen. Und am „kleinen Wunder“ zu arbeiten, das ihnen die Hoffnung auf den Klassenerhalt erhält.

Das ist der aktuelle Stand in der Verbandsliga

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