Torreiches Kellerduell

1. FC Schwalmstadt beim 7:4 in Dörnberg gnadenlos effektiv

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Leonard Freund

Dörnberg.  Stellvertreter-Coach Kujitim Iberhysaj führte den 1. FC Schwalmstadt zum 7:4-Erfolg beim FSV Dörnberg.

Es war das Kellerduell schlechthin, aber wie ein potenzieller Absteiger wirkten die Schwälmer in keiner Sekunde. Die Mannschaft um den Spielgestalter Vedran Jerkovic beeindruckte vor allem durch ihre Effektivität vor dem gegnerischen Tor. 

Brian Mitchell, Leon Lindenthal und Kollegen erspielten sich neun Torchancen und erzielten – überragende Quote – sieben Treffer. Nicht immer wehrten sich die Dörnberger gegen das drohende Unheil, aber das übertüncht den positiven Eindruck vom Auftritt des FCS keineswegs.

Iberhysaj hatte schnell erkannt, dass der FSV Dörnberg ohne Außenverteidiger agierte, und verordnete seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit ein forciertes Flügelspiel. „Wir haben den Raum auf den Außenbahnen geschickt genutzt, die Torchancen schön herausgespielt, und die meisten Gelegenheiten auch zu Treffern genutzt“, sagte Iberhysaj, der tags zuvor selbst noch im Gruppenliga-Team beim 1:1 gegen Homberg aufgelaufen war.

Positive Auswirkungen hatte es auch, dass die Gäste ihren etatmäßigen Innenverteidiger Vedran Jerkovic ins Mittelfeld vorgezogen hatten, wo der 26-Jährige prima Regie führte. 

Jerkovic aber gab das Lob gern an seine Mitspieler weiter. „Alle haben sich gut bewegt, die Laufwege haben gestimmt“, sagte Schwalmstadts bester Mann. Fabian Seck dagegen war besonders von der Entstehung und Verwertung der Torchancen angetan.

Seck eröffnet Torreigen

Und es war der Innenverteidiger höchstpersönlich, der in der zweiten Minute per Kopf den Torreigen eröffnete. Es folgten Leo Freund (Freistoß/24. Minute/zum 2:1), Vedran Jerkovic (Handelfmeter/53./3:2), wieder Freund (60./4:2), Brian Mitchell (74./5:3), Alexander Fey (77./6:3) und Leon Lindenthal (85./7:3). Für Dörnberg waren Pascal Kemper (2), Sandro Bätzing und Dennis Dauber erfolgreich.

Bei den späten Treffern von Mitchell, Fey und Lindenthal war die Defensive der Dörnberger gar nicht mehr vorhanden. So stemmten sich die Innenverteidiger Tobias Gunkel, Serhat Bingül und Len Hartmann der Schwälmer Überzahl, von ihren Mitspielern alleingelassen, vergeblich entgegen. 

Sieben auf einen Streich: Das steigert das Selbstbewusstsein der Spieler, die im Saisonverlauf selten den Lohn für ihre Mühen erhalten hatten. Fest steht aber auch, dass es dem FCS nur selten so leicht gemacht wird wie beim 7:4.  

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