Fußball

Verbandsliga-Neuling Türkgücü setzt aufs Kollektiv

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Zu allem entschlossen: Türkgücü-Trainer Hüseyin Üstün (vorn) präsentiert seine Neuzugänge (von links) Berkan Bek, Okan Dereli, Enver Maslak, Michael Gerber, Mehmet Isilak und Abdullah Alamri. Foto: Dieter Schachtschneider

Mit einem Heimspiel gegen die SG Johannesberg startet der SV Türkgücü Kassel am Samstag in seine erste Saison in der Fußball-Verbandsliga.

Roter Rauch als Symbol für einen historischen Einschnitt: Der SV Türkgücü feierte Anfang Juni den Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga. Es ist der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Keine 14 Tage nach dem Coup startete der Klub aus der Kasseler Nordstadt bereits in die Vorbereitung. Am Samstag steht die erste Bewährungsprobe in der neuen Liga an. Zu Gast ist die SG Johannesberg

Es ist die wohl schönste Niederlage seit Vereinsgründung. Im zweiten Aufstiegsspiel bei der SG Ehrenberg unterliegt Türkgücü 1:2. Gefeiert wird anschließend zusammen, denn mit dem Aufstieg des SV Neuhof in die Hessenliga stehen beide Teams als Aufsteiger fest. Türkgücü-Fans zünden Bengalos, rote Rauchwolken steigen in den Himmel der Rhön. Die Saison endet mit ausgelassenen Freudentänzen.

Angesichts seiner historischen Dimension könnte der Aufstieg sicher heute noch gefeiert werden. Aber bekanntlich ist nach dem Spiel vor dem Spiel. Und so liegt der Fokus längst auf der Mission Klassenerhalt. Schon am 21. Juni bat Trainer Hüseyin Üstün zum Start in die Vorbereitung. Die Fitness müsse dem höheren Tempo der Verbandsliga angepasst werden.

Zudem gilt es, zehn Neuzugänge ins Mannschaftsgefüge zu integrieren. Der nun breitere Kader dürfte dazu beitragen, dass die Karten auf einigen Positionen neu gemischt werden. Etwas ändern wird sich definitiv in der Ausrichtung des Spielsystems: „Wir werden jetzt häufiger nicht mehr selbst das Spiel machen können. Das heißt, unsere Taktik wird eher abwartender ausgerichtet sein“, sagt Üstün, der konkret am Abwehrverhalten feilt.

Darüber hinaus ginge es nun auch darum, die Euphorie des Aufstiegs mitzunehmen, um erfolgreich in die Saison zu starten. Das wird angesichts der ersten Aufgabe eine echte Bewährungsprobe. Am Samstag ab 16.30 Uhr erwartet Türkgücü im heimischen Nordstadtstadion die ambitionierte SG Johannesberg. Eingeschüchtert sei man allerdings nicht, Üstün traut seinem Team einiges zu: „Wir können im Kollektiv eine Menge erreichen, das haben wir schon in der Saison bewiesen.“

Zugänge: Zugänge: Abdullah Alamri, Mehmet Teke, Enver Maslak (alle OSC Vellmar), Okan Dereli (Ihringshausen), Michael Gerber, Hakan Demirbas (beide Heiligenrode), Mehmet Isilak (BC Sport), Berkan Bek (Türkgücü II), Burhan Öz (Grebenstein), Tolga Altinok (Wolfsanger) Abgänge: Muhammed Gülsen (BC Sport), Onur Alkin (Grebenstein)

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