Verbandsliga

1. FC Schwalmstadt braucht gegen SV Kaufungen Sieg und Schützenhilfe

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Kopf nach oben: Leon Lindenthal (links, hier vor Vellmars Enver Maslak am Ball) ist mit dem 1. FC Schwalmstadt vor dem letzten Heimspiel gegen Kaufungen auf viel Schützenhilfe angewiesen, um noch die Klasse zu halten.

Endspiel für den 1. FC Schwalmstadt: Das Team erwartet zum Abschluss in der Fußball-Verbandsliga den SV Kaufungen (Sa. 16 Uhr, Herbert-Battenfeld-Stadion).

Wichtiger als ein eigener Sieg sind aber zwei andere Ergebnisse. Und die kommen aus der Hessenliga und stehen schon zur Pause der eigenen Partie fest. In Hessens höchster Spielklasse werden die letzten Paarungen nämlich um 15 Uhr angepfiffen. Nur wenn Buchonia Flieden gegen Hessen Kassel gewinnt und Türk Gücü Friedberg keine drei Punkte gegen den KSV Baunatal holt, würde sich Flieden retten, dadurch die Anzahl der Direkt-Absteiger aus der Verbandsliga von fünf auf vier reduziert und der FCS dürfte noch hoffen.

„Es ist einfach enttäuschend, dass wir es nicht mehr in der Hand haben“, sagt FCS-Coach Atilla Güven. Wohlwissend, dass sich er und seine Schützlinge selbst in diese missliche Lage gebracht haben. Weil einige Akteure sich vom – zudem spielerisch schwachen – 3:0 gegen den FSV Dörnberg nebst trügerischem Vorsprung im Abstiegskampf blenden ließen und anschließend weder in den Spielen noch im Training 100 Prozent für das Minimalziel gaben. Nur ein Punkt bei 3:13-Toren aus den jüngsten sechs sieglosen Begegnungen war die logische Konsequenz.

„Wir müssen jetzt unseren Job machen und uns gut von unseren Fans verabschieden“, betont Patrick Herpe. Schwalmstadts Kapitän durfte sich beim 2:2 in Vellmar mal wieder auf seiner angestammten Position im offensiven Mittelfeld hinter den Spitzen Leon Lindenthal und Brian Mitchell beweisen. „Wir hatten da einige gute Aktionen und müssen mit der gleichen Leidenschaft wie in der zweiten Halbzeit ans Werk gehen“, sagt Güven, der sein Amt ligaunabhängig im Sommer gemeinsam mit Co-Trainer Kujtim Iberhysaj weiterführen wird.

Doppelter Abschied

Gegen Kaufungen sind kaum Änderungen in der Startelf zu erwarten. Peter Liebermann plagt weiterhin der Rücken. Mit Matija Poredski (nur Lauftraining) und Paul Hohmann (privat verhindert) fehlen zwei der drei Winterneuzugänge erneut. In der Innenverteidigung hat sich Eigengewächs Janik Herndl für einen weiteren Einsatz von Beginn an empfohlen.

Auf der Gegenseite heißt es doppelt Abschied nehmen. Kaufungen muss wieder in die Gruppenliga und Trainer Jörg Müller, der von Jonas Spengler beerbt wird, legt eine Pause ein. Ein Hauptgrund, warum es nicht reichte, ist die lange Verletzungspause von Torjäger Tobias Boll. Der Stürmer wird für den FCS nun ebenso zur Herausforderung wie Standardspezialist Lukas Illian (zuvor Brunslar/Wolfershausen).

Bis auf Verteidiger Robert Omazic und Angreifer Niclas Thöne (beide verletzt) sind bei den Gästen alle Mann an Bord. „Die Jungs haben zuletzt Moral beweisen und wollen sich anständig verabschieden. Schwalmstadt ist ein Gegner auf Augenhöhe“, sagt Jörg Müller. 

Für dessen Gegenüber wartet anschließend übrigens nach dem Endspiel in der Liga noch ein echtes Finale: Am Mittwoch (18.30 Uhr, Obervorschütz) kämpft Schwalmstadt gegen die SG Kirchberg/Lohne/Haddamar um den Pokalsieg auf Kreisebene.

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