Verbandsliga

Vellmars Linor Demaj schockt FC Körle beim 3:1 doppelt

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Energisch: Körles Christian Dobler-Eggers (links) klärt hier vor Vellmars Serkan Aytemür, dem der 3:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit gelang.

80 Minuten lag eine Überraschung in der Luft. Der mögliche zweite Coup in der Fußball-Verbandsliga für den FC Körle nach dem 0:0 im vergangenen Heimspiel gegen den SSV Sand.

Auch gegen den OSC Vellmar hielt das Team von Teame Andezion lange ein torloses Remis. Um sich am Ende mit 1:3 (0:0) geschlagen geben zu müssen. So weit die Füße trugen, hielten die Gastgeber gegen den großen Favoriten leidenschaftlich mit. Doch als im zweiten Durchgang erst Innenverteidiger Christian Hesse bei seinem Startelf-Debüt verletzt (Oberschenkelzerrung) ausschied, Wirbelwind Dennis Alberding und der Sechser Luis Taube entkräftet vom Platz gingen, fehlt einmal die letzte Konsequenz beim Verteidigen. Das nutzte der eingewechselte Linor Demaj eiskalt mit seinem ersten Ballkontakt nach Vorarbeit Maik Siebert und Serkan Aytemür zum Führungstreffer.

„Das war richtig ärgerlich, weil wir das Ding zweimal klären konnten. Dennoch können wir darauf aufbauen, weil wir sehr kompakt verteidigt haben und uns wieder gegen ein Top-Team gut verkauft haben“, sagte Kapitän Taube.

Körle zeigte sich vom Rückstand geschockt. Dadurch stach Joker Demaj ein zweites Mal. Diesmal hatte OSC-Stratege Enes Glogic mit einem überragenden Steckpass vorgelegt (83.). Doch die Hausherren bewiesen Moral. Und hatten ebenfalls einen guten Griff von der Bank. Kadir Eren nahm sich ein Herz, wurde von Maik Siebert nicht gestört, so dass er Fitim Islami glänzend bediente, der wiederum Sebastian Nödel keine Chance ließ (88.). Der Ex-Melsunger stand zum zweiten Mal im Vellmarer Tor, weil Tobias Schlöffel beruflich verhindert war.

Der Anschlusstreffer sorgte für neuen Schwung beim Neuling. Sogar der abermals starke Rückhalt Mario Umbach ging mit nach vorne. Mehr als 200 Sekunden hielt der Schub indes nicht an. Dafür sorgte Aytemür mit einer Einzelleistung für den Endstand (90.+1). „Das hätte nicht sein müssen, dass wir nochmal zittern müssen. Insgesamt sind wir unserer Favoritenrolle gegen ein starkes Körler Team gerecht geworden“, sagte OSC-Coach Jörg Müller nach dem Sieg an alter Wirkungsstätte.

Körle verteidigte leidenschaftlich

Allein der „Dosenöffner“ habe seiner Mannschaft gefehlt. Der wäre in Rekordzeit machbar gewesen. Torjäger Aytemür setzte sich zu Beginn in Szene, wurde jedoch mit vereinten Kräften von Christian Dobler-Eggers und Torwart Umbach gestoppt (1.), ehe er seinen zweiten Schuss neben den Kasten setzte (3.). „Danach haben wir das Zentrum gut dicht bekommen. Nach vorne müssen wir aber noch zielstrebiger werden“, betonte Luis Taube.

Körle hatte einige vielversprechende Ansätze, war jedoch entweder zu verspielt oder die Pässe kamen zu ungenau. Eindeutig gefährlicher waren die Gäste, die allerdings regelmäßig an Mario Umbach scheiterten. Solange bis Linor Demaj ins Spiel kam und mit nur zwei Ballkontakten zwei Treffer landete.

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