Verbandsliga: Junglöwen belohnen sich nicht – Unentschieden gegen SV Steinbach

KSV vergibt 3:0-Führung

Ackerte viel für seine Mannschaft: Kassels Sebastian Schmeer (Mitte) braucht nach langer Verletzung noch Zeit um Luft für ein ganzes Spiel zu haben. Vor ihm liegt der Steinbacher Alex Terentew, dessen Mitspieler Steffen Trabert guckt zu. Foto: Fischer

Kassel. Es ist wie verhext: Wieder zeigten die Junglöwen eine starke Halbzeit, wieder bleibt ein enttäuschendes Ergebnis. Trotz einer 3:0-Pausenführung trennte sich der KSV Hessen Kassel II im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga mit 3:3 vom SV Steinbach.

Bei aller Kritik an der Stabilität der Junglöwen: Beide Mannschaften zeigten eine hochklassige Verbandsliga-Partie, besonders in der ersten Halbzeit agierten die Kasseler mit hohem Tempo, welches hintenraus zu viel Kraft kostete. Keine vier Minuten waren gespielt, als Sturmspitze Sebastian Schmeer nach einem Doppelpass mit Tobias Bredow in den Strafraum eindrang und den Ball an den Steinbacher Pfosten knallte. Schmeer war in seinem Element: Meistens mit dem Rücken zum gegnerischen Tor sicherte er viele Bälle und holte zahlreiche Freistöße. Rolf Sattorov setzte sich in der 27. Minute gut auf der linken Seite durch, sein Lohn war die 1:0-Führung. Wenig später scheiterte Steinbach in Person von Florian Münkel (28.) und Heiko Petrasch (32.) gleich zweimal beim Torabschluss.

Ein perfekter Diagonalpass von Schmeer auf den durchgestarteten Sattorov führte zum 2:0 (33.), das Schiedsrichtergespann hatte dabei aber Sattorovs klare Abseitsposition übersehen. Nach einem Foul von Petrasch an Schmeer im Steinbacher Strafraum verwandelte Schmeer den fälligen Strafstoß selbst (36.) und Murat Osmanoglu hätte beinahe noch das 4:0 vor dem Pausenpfiff erzielt (39.).

Nach der Pause vergab zunächst Schmeer eine Großchance (47.) bevor das Spiel zugunsten der Gäste kippte: Eine Kombination über Michael Wiegand verwertete Münkel zum 1:3 (56.), dann lenkte Münkel einen scharfen Freistoß von Marcel Ludwig zum Anschlusstreffer ins Tor (69.). Beide Mannschaften legten nun eine härtere Gangart an den Tag, die zu zahlreichen Diskussionen und Nickligkeiten führte. Schließlich kam es, wie es kommen musste: Von der Strafraumkante versenkte Julian Rohde einen Freistoß mit feiner Technik im Junglöwen-Tor (75.). In der aufgeheizten Atmosphäre, die der Steinbacher Anhang massiv befeuerte, holte sich Doppeltorschütze Sattorov sieben Minute vor dem Ende noch die Gelb-Rote Karte für ein hartes Einsteigen an der Seitenauslinie ab.

„Natürlich bin ich nach der 3:0-Führung nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Beide Mannschaften haben ein hohes Niveau an den Tag gelegt und je eine Halbzeit für sich entschieden. Am Ende hat uns gegen die Steinbacher Offensive die Kraft gefehlt“, meinte KSV-Trainer Thorsten Hirdes zum furiosen Spielverlauf.

Von Gregory Dauber

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