Verbandsliga: Klitsch wirbelt durch Melsunger Abwehr – Schmidt trifft vor der Pause

MFV versandet beim SSV

Hendrik

Bad Emstal. Das war bitter! Fußball-Verbandsligist Melsunger FV kam beim Gastspiel beim SSV Sand mächtig unter die Räder. 1:4 (1:3) hieß es nach 90 Minuten. „Die Niederlage wirft uns aber nicht um“, sagte MFV-Spielertrainer Sascha Beetz.

Denn der SSV trat genau so auf, wie er vor der Saison auch eingeschätzt wurde: Als echte Spitzenmannschaft. „Das war fast so, wie ich mir unseren Auftritt immer wünsche“, sagte SSV-Coach Peter Wefringhaus.

Der Trainerfuchs, der fünf Jahre lang den MFV trainiert, ließ sein Team ungewohnt tief stehen. Damit hatte der MFV ordentlich Probleme. Das einzige Mittel: lange Bälle. Die waren aber meistens leichte Beute für das Innenverteidiger-Duo Steffen Bräutigam und Alexander Sommer.

Ganz andere Sorgen hatte die Hintermannschaft der Gäste. Der regionalligaerfahrene Stürmer Steffen Klitsch war zu keinem Zeitpunkt in den Griff zu bekommen. Die Folge: Das 1:0 nach neun Minuten durch den Ex-Baunataler. Im Spiel nach vorne lief bei der Beetz/Rudolph-Elf wenig. Nach einer direkt aufs Tor geschossenen Ecke von Mario Kilian (16.) wäre trotzdem fast der Ausgleich gefallen. Sein Schuss wurde aber noch auf der Linie geklärt.

Dann war wieder der SSV am Drücker. Der starke Linksaußen Lukas Knigge passte auf Klitsch, der durch den Strafraum tanzte, die Gegenspieler wie Statisten aussehen ließ, und schließlich zum 2:0 vollendete (24.). Dann glänzte Klitsch auch nach als Vorbereiter. Sein Pass kam zum an der Strafraumgrenze freistehenden Ex-Singliser Daniel Wager, der mit einem gekonnten Schuss ins lange Eck auf 3:0 (30.) erhöhte. Davor gab es noch einige weitere Großchancen für Sand, wobei einmal bei einem Knigge-Schuss der Pfosten im Weg war und Tobias Oliev in Beetz seinen Meister fand. Wie aus dem Nichts fiel dann das 3:1 (43.). Eine Flanke in den Strafraum fand Hendrik Schmidt, der aus spitzem Winkel einfach mal draufhielt und SSV-Keeper Johannes Schmeer dabei nicht gut aussehen ließ.

Nach dem Wechsel präsentierte sich der MFV geordneter und kämpferisch verbessert. Stürmer Nick Krug (70.) vergab alleinstehend die große Chance zum Anschlusstreffer. „Dann hätte es bei uns wohl gebrannt“, meinte Wefringhausen. Doch sein Team ließ sich davon nicht beeindrucken, sondern sorgte im direkten Gegenzug durch den eingewechselten Dennis Moskaltschuk für klare Verhältnisse (71.). „Das Ergebnis hört sich brutal an. Ich habe uns aber schon als gleichwertig gesehen“, meinte Beetz. • MFV: Beetz - Stöhr (86. Haas), Rudolph, Ruppert, Lohne (46. Michel, 75. Boll) - Bajic - A. Schmidt, H. Schmidt, Heinemann - Kilian - Krug. SR: Berger (Herleshausen) - Z. 200. Tore: 1:0 Klitsch (9.), 2:0 Klitsch (24.), 3:0 Wagner (30.), 3:1 H. Schmidt (43.), 4:1 Moskaltschuk (71.) Foto: Kasiewicz

Von Daniel Schneider

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