SSV Sand verzweifelt an Torwart des BC Sport

Ins Stolpern geraten: Der Sander Murat Aytemür wird im Zangengriff von den beiden Sportianern Marc Kevin Dietrich (links) und Ismet Yeguel gestoppt. Der BC Sport feierte einen 1:0-Sieg auf der Sander Höhe. Foto: Michl

Sand. Fußball-Verbandsligist Sand verlor zu Hause gegen den BC Sport Kassel mit 0:1. Mann des Tages war BC-Keeper Antonio Rega, der selbst einen Elfmeter parierte.

Ratlosigkeit in den Reihen der Sander Spieler nach dem Schlusspfiff des Unparteiischen Fabian Bieraus aus Biedenkopf und auch die SSV-Anhänger unter den 200 Zuschauern verstanden die Fußballwelt nicht mehr. Denn nicht ihre Elf verließ wie eigentlich erwartet den Rasen als Sieger, sondern Gast BC Sport Kassel mit 1:0 (1:0), wobei die Sportianer von Coach Wolfgang Zintek damit einen wertvollen Dreier im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga verbuchten.

Natürlich konnte man SSV-Trainer Peter Wefringhaus die Enttäuschung im Gesicht ablesen. „Meine Spieler haben alles probiert, doch der krönende Abschluss wollte ihnen trotz gut einem Dutzend hochkarätiger Chancen einfach nicht gelingen. Den Gästen reichte eine Möglichkeit für ihren mehr als glücklichen Erfolg.“

Sportianer-Coach Wolfgang Zientek lobte hingegen alle seine Spieler über den Klee, den Sieg hielt für ihn aber nur einer fest: „Mit Antonio Rega hatte ich heute den doppelten Manuel Neuer zwischen den Pfosten. Was unserer Keeper geleistet hat, das sieht man selbst in den höheren Klassen nicht jeden Tag.“

In der Tat. Bereits in den ersten 20 Spielminuten hätten die Sander bei klarer Überlegenheit das Signal schon auf Grün stellen können. Doch jeweils völlig frei stehend verzweifelten Tobias Oliev, Viktor Moskaltschuk und Marcel Wippel am Gästekeeper. Doch damit noch nicht genug. Als Serdar Bayrak von den Beinen geholt wurde, parierte Antonio Rega auch den von Steffen Bernhardt (16.) geschossenen Strafstoß.

Beim ersten nennenswerten Gästeangriff stoppte Robert Garwardt den Sportianer Recep Ersoy, den fälligen Strafstoß verwandelte Sammy Ghebralak (23.) sicher und unhaltbar für Schlussmann Johannes Schmeer zum 0:1. Danach sahen die Zuschauer bis zum Pausenpfiff hüben wie drüben überwiegend mehr Krampf als Kampf.

Nach dem Seitenwechsel bliesen die Sander zur Aufholjagd. Abgesehen von wenigen Entlastungsangriffen der Sportianer erspielten sie sich nicht nur eine klare Dominanz, sondern auch gut ein Dutzend so genannte hundertprozentige Einschussmöglichkeiten.

Steffen Bernhardt (55.) haderte ebenso mit dem Schicksal wie Tobias Oliev (64.), setzten beide doch jeweils das runde Spielgerät nur an die Metallstange.

Der Rest der SSV-Topchancen war dann erneut eine Angelegenheit des besten Sportianers: Torwart Antonia Rega. Was er ein um das andere Mal hielt, mit den Fingern um den Pfosten oder über die Querlatte drehte, wurde selbst von den Sander Zuschauern immer wieder mit Beifall auf offener Szene honoriert. Natürlich hatte Rega auch das Glück des Tüchtigen, als mehrere Sander Schüsse um die sprichwörtliche Papieresbreite das Ziel verfehlten, beziehungsweise von seinen Vorderleuten auf oder kurz vor der Linie noch geklärt werden konnten.

von Reinhard Michl

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