Verbandsliga: Ricardo Seck verletzt sich beim 0:0 Schwalmstadts in Hünfeld

Völkers Weste bleibt blütenweiß

Nicht zu überwinden: Schwalmstadts Torwart Steffen Völker, hier im Derby mit Mengsbergs Dennis Dorfschäfer zu sehen. Foto: Hahn/nh

Hünfeld. Das Familientreffen fiel aus. Maximilian Schuch musste bei der Partie des 1. FC Schwalmstadt in Hünfeld verletzt passen. Da dessen Mitspieler seinen formstarken Bruder Sebastian weitgehend im Griff hatten, punktete der FCS beim 0:0 in der Fußball-Verbandsliga. Allerdings mussten die Gäste das Remis mit der Verletzung von Ricardo Seck (Verdacht auf Bänderriss) bezahlen.

„Hünfeld hatte mehr vom Spiel, wir aber mehr Chancen. Viel ging über den Kampf“, sagte Steffen Völker. Der Ziegenhainer gilt als Glücksbringer der Schwälmer. Beim 1:0 in Mengsberg sowie 6:0 im Pokal in Felsberg und 2:0 in Bad Zwesten hielt er ebenfalls seinen Kasten sauber. Macht in Summe 360 Minuten ohne Gegentor in Pflichtspielen nach seinem kurzfristigen Wechsel vor sieben Wochen.

Nicht schlecht für einen 38-Jährigen, der 2014 seine Karriere als Torwart eigentlich beendet hatte. Nach dem Freundschaftsspiel gegen Eintracht Frankfurt mit dem VfB Schrecksbach vor drei Jahren war wegen eines Bandscheibenvorfalls Schluss. „Beim VfB habe ich dann noch in der Zweiten im Feld gespielt. Jetzt stehe ich natürlich gut da“, frohlockt der Routinier. Frotzeleien der Kollegen ob seiner blütenweißen Weste inklusive. Denn in Schrecksbach war er zwar seit seinem Wechsel 2002 von der SG Landsburg immer die Nummer eins, die Verbandsliga ist aber Neuland.

„Steffen ist ein guter Typ, der uns Verteidigern Sicherheit gibt und starke Reflexe hat“, lobt Fabian Seck. Nach sieben Minuten hatte Völker in Hünfeld Glück, dass ein Schuss von Maximilian Fröhlich am Pfosten landete. In der packenden Partie setzte die Elf von Trainer Marco Schwab Nadelstiche. Fast mit Erfolg. Jan-Niklas Brandner wurde von Patrick Herpe in Szene gesetzt und machte vieles richtig. Der Angreifer umkurvte Torwart Jonas Hosenfeld und schloss ab. Allein Verteidiger Nils Wenzel verhinderte mit einer Rettungstat dessen erstes Verbandsliga-Tor (22.). Auf der Gegenseite sorgte Sebastian Schuch zweimal per Kopfball für Gefahr.

Nach der Pause wurden die Gäste mutiger. Die besten Szenen hatte der FCS nach ruhenden Bällen. Ein Kopfball von Fabian Seck nach einer Brandner-Ecke wurde von der Linie gekratzt (70.). Ebenso gut verteidigt wurde der Abschluss von Herpe nach einem Freistoß auf den agilen Jan-Philipp Trümner (75.). Um Haaresbreite verpasste Seck den möglichen Siegtreffer nach einem Freistoß von Kevin Kutzner (85.). Damit hat Schwalmstadt in neun Partien fünfmal Remis gespielt – und braucht dringend im Sturm einen Glücksbringer der Marke Völker. • FCS: Völker - Petersohn, F. Seck, Gerstung, R. Seck (77. Dietz) - Liebermann, Kutzner - Lindenthal, Trümner (82. Karl), Brandner (85. Ide) - Herpe. SR: Waldinger (Rauschenberg). Z: 150. (sbs)

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