TSV Mengsberg: Neun Neuzugänge – Sechser Marcel Eichler muss ersetzt werden – spektakulärer Saisonstart

Wesner: Diesmal bleiben wir drin

Mengsbergs Trainer Mario Selzer (l.) und seine Neuzugänge: (v. l.) Fabian Hett (kam bereits im Verlauf der letzten Saison), Sebastian Keller, Christian Hesse, Gero Schuchardt, Marc Schenk, Andy Fydrych, Izet Meholli, Alexander Steiner und Sascha Gürtler. Foto: Hahn

Mengsberg. Manchmal ergibt sich ein Saisonziel ganz von selbst. Etwa, wenn eine Mannschaft wie der TSV Mengsberg dreimal in die Verbandsliga (1987, 2011, 2014 und 2017) auf- und in der Saison danach prompt wieder abgestiegen ist. Dann soll‘s nach dem vierten Aufstieg in Hessens zweithöchste Fußballklasse endlich mal mit dem Klassenerhalt klappen. „Diesmal müssen wir es schaffen“, beschwört Kapitän Dardan Rama, selbst an zwei Abstiegen beteiligt, sein Team.

Alexander Wesner versucht‘s mit dem TSV gar zum dritten Mal. Und strahlt Zuversicht aus. „Diesmal bleiben wir drin“, sagt der Innenverteidiger. Warum? „Weil wir uns gut verstärkt haben.“ Das bestätigt auch der Sportliche Leiter Martin Kubitschko angesichts eines 24er Kaders: „Wir haben uns in der Breite verbessert.“

Erneut ein Durchstarter?

Dank neun Neuzugängen. Drei richtig erfahrenen Spielern wie die Rückkehrer Lars Berger, Andrzey Fydrych und Johannes Rappold, die es bei ihrem Stammverein noch mal wissen wollen. Fünf Talenten (Johannes Happel, Sebastian Keller, Gero Schuchardt, Sibahn Yousef und Marc Schenk), von denen mindestens einer, so die Hoffnung der Verantwortlichen, durchstarten soll. Die Youngster Dennis Dorfschäfer und Maximilian Sack haben es in der vergangenen Saison vorgemacht und die Hälfte aller Mengsberger Treffer erzielt. Bester TSV-Schütze der Hinrunde war der danach verletzt ausgeschiedene Felix Gies, den sein Coach nun als weiteren Aktivposten in der Offensive auf dem Zettel hat.

Allerdings wird Mario Selzer seiner Mannschaft in der Verbandsliga eine defensivere Taktik verordnen - eine Lehre aus den vorausgegangenen Abstiegen. Also den Gegner etwas später anlaufen und trotzdem bei Ballbesitz mit dem nötigen Zug zum Tor blitzschnell umschalten. Mindestens ebenso wichtig: „Wir werden deutlich weniger Torchancen haben als in der Gruppenliga. Doch die müssen wir eiskalt nutzen.“

Hetts Rückkehr

Wohl schon (fast) Verbandsliga reif ist die in der Meistersaison 2016/2017 überragende Defensivabteilung, obwohl es mit Sechser Marcel Eichler einen echten Leistungsträger zu ersetzen gilt. „Dieser Abgang tut uns weh“, weiß Martin Kubitschko. Seinen Part könnte Routinier Wesner übernehmen und für ihn Neuzugang Christian Hesse (vom VfB Gießen) in die Innenverteidigung rücken. Oder Fabian Hett, der nach sechs Jahren wieder in der Sechstklassigkeit angekommen ist und sich „riesig“ darauf freut.

Gleich im ersten Spiel – am Freitag, den 4. August um 18 Uhr – geht‘s im Derby gegen seinen Ex-Klub 1. FC Schwalmstadt. Und drei Tage vorher (Dienstag, den 1. August um 18.30 Uhr) im Hessenpokal auf Landesebene gegen den Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf. Zwei Fußballfeste, die sich das Team vom Engelhain mit dem zweiten Double nach 2014 verdiente. Der spektakuläre Anfang einer erstmals erfolgreichen „Mission Klassenerhalt“ in der Verbandsliga?

Von Ralf Ohm

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