Verbandsliga: Melsunger FV verliert gegen Angstgegner Weidenhausen mit 0:3

Und wieder Gonnermann

Hart bedrängt: Die Weidenhäuser Jan Gerbig (links) und Patrick Jäger greifen hier Melsungens Kapitän Boris Bajic an. Foto: Hedler

Melsungen. Fußball-Verbandsligist Melsunger FV hat den Bann gegen den SV Adler Weidenhausen nicht brechen können. Mit 0:3 (0:1) mussten sich die Bartenwetzer geschlagen geben. Und dabei einmal mehr zwei Tore von Sören Gonnermann hinnehmen.

Seit fünf Jahren das gleiche Spiel zwischen diesen beiden Mannschaften: trifft Sören Gonnermann, dann geht Weidenhausen als Sieger vom Platz. Auch die neunte von zehn Partien seit 2010 machte da keine Ausnahme. So gesehen hätte man die Partie nach 43 Minuten abpfeifen können, denn da schlug der Torjäger wieder zu. „Ich hatte Glück, dass mein Schuss abgefälscht wurde“, räumte der Stürmer ein. Es war seine erste Möglichkeit überhaupt, denn bis dahin hatten Philipp Ruppert und Hendrik Schmidt in der Innenverteidigung alles im Griff. Nicht nur Gonnermann war abgemeldet, sondern der gesamte Adler-Angriff.

Das galt allerdings auch auf der anderen Seite. Von Offensive war bei Melsungen an diesem Nachmittag zu keinem Zeitpunkt die Rede. Allenfalls von Bemühungen, den Ball in die Nähe des Gästetores zu bekommen. Mit dem dürftigen Erfolg eines Kopfballs durch Alexander Raabe Mitte der ersten Hälfte. Mehr stand auch nach 90 Minuten nicht auf dem Zettel. „Vom defensiven Mittelfeld nach vorn ging gar nichts. Wir haben nie Zugriff auf den Gegner bekommen“, gab Trainer Timo Rudolph zu.

Die Liste der Versäumnisse auf Seiten des MFV war lang. Und doch wäre eine Wende möglich gewesen, denn absolut untadelig war die Defensivarbeit. Zu belegen am eigentlich ruhigen Nachmittag für Sascha Beetz im Tor.

Zumindest bis zur entscheidenden Szene in der 68. Minute: Ein langer Pass auf Sören Gonnermann, ein Zusammenprall mit Philipp Ruppert und ein Pfiff des Schiedsrichters. „Wir gingen beide zum Ball, er hat mich leicht erwischt“, sagte Gonnermann. „Der Ball war eigentlich schon weg, da hat er sich geschickt in mich reingedreht“, beschrieb Ruppert. Der Schiedsrichter sah es als Notbremse, gab dem besten Melsunger Rot und einen Elfmeter, den Gonnermann selbst verwandelte.

Das 3:0 durch Jan Gonnermann war zwölf Minuten vor dem Ende nur noch Zugabe. Und hätte Beetz nicht in der Schlussminute glänzend gegen Bastian Degenhardt pariert, wäre das Hinspielergebnis wiederholt worden. „Bitter, so zu verlieren, wenn wir dem Gegner nur fünf Torschüsse zugelassen haben“, bilanzierte Rudolph. Wusste aber auch, dass die eigene Offensive dem nicht das Wasser reichen konnte. • MFV: Beetz - Hermansa, Ruppert, Schmidt, Germeroth - Grunewald – Kilian, Bajic – Heinemann, Krug (57. Michel), Raabe (71. Seker). SVA: Eisenhuth – Beng, Jäger, Schäfer – J. Gonnermann, T. Gonnermann, Nguyen – Silbermann (79. Schiller), Gerbig – S. Gonnermann (71. Malzfeld), Degenhardt. SR: Dervisi (Vellmar); Z: 120. Tore: 0:1, 0:2 S. Gonnermann (43., 68. Elfmeter), 0:3 J. Gonnermann (78.). Rote Karte: Ruppert (68., Notbremse).

Von Michael Koch

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