Fußball-Verbandsliga: Personeller Umbruch bei der KSV-Hessen-Reserve

„Wir haben eine gute Mischung“

Neuzugänge für den Junglöwen-Trainer (hinten von links): Ex-KSVer Sebastian Busch, Trainer Thorsten Hirdes und A-Junior Kevin Richter. Davor hocken (von links) Mingyu Shin, Jan Erik Leinhos und Incheol Choi. Foto: Dauber

Kassel. Turbulenter als bei der Reserve des KSV Hessen Kassel kann eine Sommerpause kaum ablaufen. Mittlerweile kann der Trainer des Verbandsligisten Thorsten Hirdes allerdings wieder zuversichtlich nach vorn schauen. „So viel ist klar: Es geht erstmal darum, eine solide Hinrunde zu spielen und im gesichterten Mittelfeld zu landen“, sagt Hirdes und dämpft damit die Erwartungen an seine Mannschaft, die vergangene Saison nur knapp die Aufstiegsrelagation zur Fußball-Hessenliga verpasste.

Der Schwächephase zum Ende der Saison folgte eine Zeit der großen Unsicherheit. Spieler, mit denen der KSV nach eigener Aussage gern weitergearbeitet hätte, verließen den Verein. Sicherlich hat bei vielen, wie Oliver Scherer (zum OSC Vellmar) und Justin Schumann (zum KSV Baunatal), auch die bessere sportliche Perspektive in der Hessenliga den Ausschlag gegeben. Die Nachrichten über ausbleibende Gehälter erschwerten außerdem die Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen, wie Hirdes bestätigt. Kurzfristige Abgänge einiger A-Jugendlicher, die fest für die U 23 eingeplant waren, dünnten den Kader zusätzlich aus.

Die mangelnde Breite ließ die Verantwortlichen gar über eine Abmeldung des Teams nachdenken. „Es ging nicht um eine Abmeldung aus Kostengründen. Wir haben uns gefragt, ob es unter diesen Vorraussetzungen sportlich Sinn ergibt“, erläutert Hirdes.

Nun ist klar: Neben vier A-Jugendlichen die aufrücken, bleiben auch die Stützen Jens Wörner, Tobias Bredow und Murat Osmanoglu im Verein. „Diese Jungs sind dem KSV sehr verbunden“, betont Hirdes. In dieser Woche wurde noch Ex-Löwe Sebastian Busch vom Hessenligisten Vellmar geholt, zwei weitere Verpflichtungen stehen zudem kurz vor dem Abschluss. Auch über den Verbleib von Routinier René Ochs wurde noch nicht entschieden. Ochs hatte um Bedenkzeit gebeten.

Die Neuverwerbungen sind durch finanzielle Hilfen von Privatpersonen aus dem Vereinsumfeld möglich. „Dadurch haben wir einiges an Qualität gewonnen“, sagt der KSV-Trainer, der sein Team gewappnet sieht: „Wir haben eine gute Mischung.“

Von Gregory Dauber

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