Verbandsliga: Kaum Euphorie vor Aufstiegsrunde – Celiksoy kommt aus Waldgirmes

„Wir können nur gewinnen“

Zweimal muss er noch beißen: Der angeschlagene Steven Preuß, der nach einer harten Saison mit dem FCS nun in der Aufstiegsrunde spielt. Foto: Hahn

Ziegenhain. Ricardo Seck ließ sich sein Bier schmecken. Trainer Hans Schweigert herzte jeden im Team. Und Sacir Nikocevic war vor allem damit beschäftigt, durch gezielte Sprints einer Dusche mit Wasser aus einem Eimer zu entgehen.

Allein: Feiern mussten sich die Fußballer des 1. FC Schwalmstadt nach einer überragenden Saison in der Verbandsliga und dem 5:1 zum Abschluss gegen Korbach selbst. Denn im Umfeld fehlt vor der am Samstag beginnenden Aufstiegsrunde zur Hessenliga Euphorie.

„Es macht mich traurig, dass unsere Leistung nicht honoriert wird. Wir zerreißen uns Woche für Woche und haben mehr erreicht, als irgendwer von uns nach dem Abstieg erwarten konnte“, hadert Kapitän Steven Preuß. Neben den Trommlern vom Fanclub auf der Gegengerade und den treuen Anhängern auf der Haupttribüne war’s merklich leer im Herbert-Battenfeld-Stadion. An der parallel stattfindenden Salatkirmes dürfte es kaum gelegen haben.

Dabei liefern die Schwälmer viele Argumente. Mit 38 Punkten aus 16 Partien in Ziegenhain und Treysa ist der FCS vor Meister SV Steinbach und dem SSV Sand (beide 34) das beste Heimteam. Seit sieben Spielen ist die Schweigert-Elf ungeschlagen (fünf Siege, zwei Remis) und erkämpfte sich mit dem letzten Aufgebot die Chance auf die Rückkehr in die Hessenliga. Ein heißer Tanz gegen den FC Ederbergland inklusive.

Der FCE war’s nämlich, der am 4. Juni 2013 vor 1600 Zuschauern in Ziegenhain nach einem 2:2 den Aufstieg über die Relegation feierte. „Es ist schon krass, dass das Spiel gegen Ederbergland wieder entscheidend wird. Da wir selbst nicht mehr mit dem zweiten Platz gerechnet hatten, können wir nur gewinnen“, weiß Preuß. Und wird am Samstag (17 Uhr) bei RW Darmstadt im ersten Spiel ebenso auf die Zähne beißen wie gegen den FCE (7. oder 11. Juni). Denn gegen Korbach hatte er mit Blessuren an Hand und Bein zu kämpfen.

Preuß ist unverzichtbar, weil der dünne Kader zur Startelf kaum Optionen hergibt. Ein Manko, dass Schweigerts Nachfolger Harald Hauer und dessen Co. Alexej Möller beheben wollen. 20 Mann sollen es unabhängig der Liga kommende Serie werden. Nach Rückkehrer Patrick Herpe (KSV Baunatal) steht Fatih Celiksoy (SC Waldgirmes) als zweiter Neuzugang fest. Celiksoy ist flexibel im zentralen Defensivbereich einsetzbar. Nach einem Kreuzbandriss im Oktober befindet sich der 23-Jährige im Aufbautraining. „Fatih bringt die nötige Ruhe mit“, lobt Hauer.

Eine Ente war indes die Meldung eines Onlineportals, dass Möller auch spielen könnte. „Ich werde mich allein auf die Trainertätigkeit mit Harry konzentrieren“, betont der 27-Jährige. Beide sehen den Aufstiegspartien ganz gelassen entgegen. Wobei: „Vielleicht wäre die Hessenliga für manche Spieler reizvoller“, betont Hauer, der am 4. Juli zum Training bitten wird. Ricardo Seck, Sacir Nikocevic und Co. bekommen also nach der Zusatzrunde drei Wochen frei.

Von Sebastian Schmidt

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