Schweigert-Elf braucht Sieg mit drei Toren Vorsprung – Gerstung kehrt zurück

„Wir werden alles raushauen“

Vladimir

Schwalmstadt. Aus der kniffligen ist eine Mammutaufgabe geworden. Der 1. FC Schwalmstadt braucht am Samstag (17 Uhr Herbert-Battenfeld-Stadion) gegen den FC Ederbergland einen Sieg mit drei Toren Unterschied, um als zweite Mannschaft der Aufstiegsrunde in die Hessenliga aufzurücken. Der Grund: Nach dem 3:0 gegen den FCS tat RW Darmstadt beim FCE nicht mehr als nötig und verlor mit 0:2 - was am Ende reichte.

„Die Mannschaft war nicht wieder zu erkennen“, wunderte sich Augenzeuge Hans Schweigert. Brannten die Südhessen gegen sein Team noch ein offensives Feuerwerk ab, erspielten sie sich in Battenberg nicht eine Torchance - und wagten sich nach den Treffern von Jannis Wolf (59.) und Dominik Karge (63.) nicht mehr über die Mittellinie. Für diesen „Zweckfußball“ (Schweigert) wären die Rot-Weißen fast noch bestraft worden, als Daniel Gora nach 70 Minuten das 3:0 gelang, was wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde.

„Natürlich hätte ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Doch damit müssen wir leben“, sagt der FCS-Trainer. Und verspricht ein Team, das im letzten Saisonspiel „alles raushauen wird“. Auch Nachwuchsmann Leon Lindenthal gibt sich kämpferisch: „Wir werden 110 Prozent geben.“ Mit Jakob Gerstung, der ins Team zurückkehrt, aber weiter ohne Timo Brauroth, der beruflich verhindert ist.

Gas geben ja, aber keine totale Offensive lautet die Schwälmer Devise angesichts der Konterstärke des Gegners, mit der dieser zur Tormaschine in der Verbandsliga Mitte aufstieg. Allerdings verteilen sich die 87 Tore fast nur auf drei Spieler: Mittelfeldmann Karge (21 Treffer), Stoßstürmer Gora (24) und Flügelflitzer Nolte (18), der mit einem feinen Solo das 2:0 gegen Darmstadt vorbereitete.

Auf derlei Offensivkraft baut Vladimir Kovacevic auch in Ziegenhain. „Natürlich ist es ein Vorteil für uns, dass Schwalmstadt kommen muss“, meint der FCE-Coach angesichts der Umschaltqualitäten seines Teams.

Selbstverständlich weiß der Nachfolger von Harry Preuß, dass (fast) alles für die Gäste spricht: ihre Auswärtsstärke (Ederbergland hat nach der Winterpause alle Spiele auf des Gegners Platz gewonnen), die größeren personellen Reserven, die Ausgangsposition. Aber auch, „dass im Fußball alles möglich ist“. Also ermahnt der 48-Jährige seine Schützlinge, „mit der gleichen Gier und der gleichen Konzentration wie gegen Darmstadt“ ins Spiel zu gehen. Denn: „Nur dann kann nichts mehr passieren.“ (ohm) Fotos: nh

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